Bückeburg / Neuer Pastor

„Von meditativ bis Gospel alles möglich“

Bewährtes erhalten, aber auch Neues wagen: Jan-Uwe Zapke ist seit Anfang Dezember Pastor bei der Stadtkirchengemeinde und hat viele neue Ideen im Gepäck.

Bewährtes erhalten, aber auch Neues wagen: Jan-Uwe Zapke ist seit Anfang Dezember Pastor bei der Stadtkirchengemeinde und hat viele neue Ideen im Gepäck.

Der Wechsel von der rund 1100 Mitglieder zählenden Kirchengemeinde im Dorf Probsthagen, in der er in den vergangenen fast zehn Jahren tätig gewesen war, zu einer Kirchengemeinde mit etwa 6800 Mitgliedern in einer Kleinstadt sei schon eine Herausforderung, berichtet Zapke. Anders als in Probsthagen müsse er sich jedoch nicht mehr einen großen Teil seiner Zeit mit anfallenden Verwaltungsarbeiten befassen, sondern könne sich jetzt voll und ganz den eigentlichen Aufgaben eines Pastors, nämlich der geistlichen Arbeit, widmen.
Ein Schwerpunktthema, das sich Zapke dabei auf die Fahnen geschrieben hat, ist die Intensivierung der Kinder- und Jugendarbeit innerhalb der Kirchengemeinde. Sprich: "Junge Leute für das Evangelium zu begeistern", erklärt der 41-jährige Familienvater. Basierend auf seinen Erfahrungen aus der kleinen Dorfgemeinde will er den Teenagern dafür unterschiedliche Events wie etwa Freizeiten anbieten, bei denen sie ein schönes Gemeinschaftsgefühl erleben können: Freunde zu haben und Anerkennung zu finden, seien altbekannte Sehnsüchte der Jugend, auf die man eingehen müsse, weiß der Theologe. Wichtig sei allerdings, dass "die Schwachen nicht außen vorbleiben", wie dies in der leistungsorientierten Schule oftmals der Fall sei.
Auf einen frischen Wind können sich aber auch die anderen Gemeindemitglieder einstellen. So möchte Zapke beispielsweise "neue Gottesdienstformen" ausprobieren. Der Einsatz moderner Musik statt der üblichen Orgelklänge schwebt ihm dabei ebenso vor wie eine "freie Gestaltung" der kirchlichen Feier. Alternativ zur gewohnten strengen Liturgie der Gottesdienste wird es unter anderem auch mal ein Theaterspiel geben. Oder besser noch: "Von meditativ bis Gospel ist alles möglich", verrät der 41-Jährige.
Dass er mit solchen Ideen auf Widerstand innerhalb der Kirchengemeinde stoßen könnte, damit rechnet der neue Pastor nicht. "Die Botschaft ist doch begeisternd, die Frage ist die Form, in der wir sie verkünden", sagt Zapke. Er jedenfalls habe die Erfahrung gemacht, dass sich viele Menschen durch solche Gottesdienste mitreißen lassen. Andererseits bleibe ihnen der klassische Gottesdienst ja erhalten. In der Praxis könnte das Ganze dann so ablaufen, dass die sonntäglichen 10-Uhr-Gottesdienste in der Stadtkirche wie bisher gefeiert werden, während bei den sonntags um 18 Uhr in der Jetenburger Kirche angesetzten Abendgottesdiensten auch schon mal neue Formen ausprobiert werden.

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