Bückeburg

Was wird aus dem „Filetstück“?

Was wird aus dem alten Firmengelände der Wäscherei Eggers wischen Wallstraße und Unterwallweg? Dem Eigentümer schwebt ein Gesamtkonzept für diesen Bereich vor, der Bau eines Hotels oder einer Wohnanlage wäre denkbar. rc

Was wird aus dem alten Firmengelände der Wäscherei Eggers wischen Wallstraße und Unterwallweg? Dem Eigentümer schwebt ein Gesamtkonzept für diesen Bereich vor, der Bau eines Hotels oder einer Wohnanlage wäre denkbar. rc

Bückeburg. "Ich kann mir von Vermietung bis Verkauf oder Abriss und Neubau eines Hotels, Miethauses oder Wohnanlage etwa für Senioren alles vorstellen", sagte Dietmar Eggers im Gespräch mit unserer Zeitung – und forderte die Stadt auf, sich Gedanken über den gesamten Bereich in der mittleren Wallstraße und im Unterwallweg zu machen. "Dort ist erhebliches Potenzial, es müssen Konzepte her."
Wie berichtet, ist das Eggers-Gebäude bis vor Kurzem von der Eggers-Tochter Bertram für die Reinigung und Pflege von Tisch- und Bettwäsche genutzt worden. Nach dem Umzug der Tochter in das moderne Firmengebäude an der Kreuzbreite und dem Ausbau der dortigen Wäscherei steht der alte Firmensitz an der Wallstraße größtenteils leer. Derzeit sind Eggers-Mitarbeiter dabei, das Gebäude aufzuräumen und überflüssige Maschinen abzubauen. "Wir bringen es auf den Stand, dass Besichtigungstermine stattfinden können, sollte es Interessenten geben, die das Gebäude oder Teile mieten wollen", sagte Eggers.
Vermietung soll allerdings nicht das Nonplusultra sein. Er könne sich durchaus vorstellen, dass die Gebäude abgerissen werden und Platz für eine neue Nutzung geschaffen wird. Ein Hotel, das in der Stadt dringend gebraucht wird, ein größeres Mehrfamilienhaus, ein Mehrgenerationenhaus oder aber eine Seniorenwohnanlage, warf Eggers einige Stichworte in den Raum. Alle Nutzungen hätten ihren Charme, da aufgrund der sehr guten Lage in der Innenstadt die gesamte Infrastruktur vorhanden ist: von der nahen Fußgängerzone über Kindergärten, Schulen oder Sporthallen bis hin zur guten verkehrlichen Lage am innerstädtischen Ring: "Man kann alles zu Fuß erledigen." Ob er investieren will oder aber ein Investor gesucht wird, ließ Eggers offen.
Er habe schon einige Konzepte im Hinterkopf, so Eggers weiter, wolle aber auch abwarten, dass seitens der Stadt Anstöße kommen und Vorschläge entwickelt werden. Er schlug vor, dass auch das gesamte Umfeld der mittleren Wallstraße/Unterwallweg mit in ein Gesamtkonzept gegossen werden sollten, und erinnerte daran, dass gegenüber seinem Firmengebäude am Unterwallweg auch die Herderschule zur Disposition steht, auch wenn sich der Landkreis noch nicht geäußert habe, was nach dem Umzug der Herderschule in die Graf-Wilhelm-Schule mit dem Gebäude geschehen soll.
Nachgedacht werden sollte auch wieder über bereits zu den Akten gelegte Pläne, nicht doch vom Dr.-Witte-Platz über die Wallstraße hinweg einen direkten Durchstich auf den Unterwallweg zu machen. Das Gebäude sei immer noch im Besitz der Stadt, zudem stehe ein unmittelbar angrenzendes Gebäude inzwischen zum Verkauf, sodass genügend Platz für eine Straße samt Fußgänger- und Radweg vorhanden sein müsste.
Den Unterwallweg hinunter sollte überlegt werden, ob nicht Werkstatthallen zwischen seinem Firmengebäude und dem Firmenparkplatz – gegenüber der Einfahrt auf den Neumarktplatz – mit in ein Gesamtkonzept mit ein bezogen werden könnten, so Eggers weiter. Und er schlug vor, dass die Stadt alle Eigentümer und Bewohner an einen Tisch holt und befragt, was sie sich vorstellen könnten. "Hier ist ein Potenzial, das erheblich zur Belebung der Altstadt beitragen könnte", wirbt Eggers und ist sich im Klaren: "Kurfristig wäre das alles nicht zu lösen."
Das sieht auch Bürgermeister Reiner Brombach so. Die Nachbarn müssten in eine Gesamtkonzeption eingebunden und nach ihren Plänen und Vorstellungen befragt werden. Eventuell müssten durch Änderungen des Bebauungsplans neue planungsrechtliche Grundlagen geschaffen werden. "Das geht aber nur in Gemeinsamkeit mit allen Eigentümern", so Brombach.
Seitens der Stadt sei nach einem Besichtigungstermin des Eggers-Gebäudes über mögliche Nachnutzungen bereits gesprochen worden, so Brombach weiter. Auch die Idee eines Hotelneubaus sei verfolgt worden, allerdings sei das Grundstück nach Meinung von Experten für ein solches Vorhaben eher zu klein, auch unter der Einbindung des alten Eggers-Firmenparkplatzes. Nach dem vorhandenen Bebauungsplan sei das Firmengelände als Sonderfläche ausgewiesen, sodass dort einiges möglich wäre. Auf jeden Fall müsse der zuständige Bau- und Umweltausschuss darüber beraten.
Und das Gelände der Herderschule mit in ein Gesamtkonzept einbinden? Auf diese Frage verwies Brombach darauf, dass es bisher keine Gespräche mit dem Landkreis darüber gegeben hat, was dieser überhaupt mit der Liegenschaft vorhat: "Wir müssen abwarten." rc

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