Zum Artikel „SPD als „Steigbügelhalter“ von WIR/Linke“

Danke für die Abstimmung gegen Glyphosat

Man kann Hoffnung fassen, dass sich doch nicht alle Politiker von den Bemühungen der Lobbyverbände einfangen lassen. Glyphosat ist ein Totalherbizid mit erheblichen Nebenwirkungen. Es gibt zahlreiche Studien, die zum Beispiel schädliche Wirkungen von Glyphosat auf den menschlichen Darm belegen. Krankheiten, die nach diesen Untersuchungen von Glyphosat gefördert werden, sind neben Krebs auch Diabetes, Herzerkrankungen, Depression, Autismus, chronischen Botulismus, Alzheimer und DNA-Schädigungen.

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Darüber hinaus wird der starke Rückgang der Insekten in den letzten Jahren mit allen negativen Folgen für Mensch und Natur auf Glyphosat zurückgeführt. Die Behauptung von Junge Union (JU) und Landvolk, dass es keine wissenschaftlichen Erkenntnisse gibt, die ein Risiko bei der Anwendung von Glyphosat belegen, ist dagegen völlig haltlos. Es ist lediglich so, dass die Studien von unabhängigen Wissenschaftlern in die Bewertungen des Bundesamtes für Risikobewertung (BfR) und der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) nicht einfließen.

Nach Recherchen der Süddeutschen Zeitung, die im September 2017 veröffentlicht wurden, hat das BfR bei der Bewertung von Glyphosat die Einschätzungen der Industrie nahezu wortwörtlich übernommen. Die Mitglieder der Experten-Kommissionen von BfR und EFSA sind, einschließlich der Vorsitzenden, überwiegend Vertreter aus Industrie und industrienahe Organisationen. Vorwürfe zu Interessenkonflikten stehen schon seit Jahren im Raum. Ich freue mich jedenfalls, dass WIR/Die Linke und SPD sich auf Kreisebene von den Ergebnissen des BfR und den Populismus-Vorwürfen der JU nicht beeindrucken ließen. Dieses Abstimmungsergebnis ist nicht populistisch, es ist das Gegenteil davon. Es wird vielleicht zu Verdrossenheit bei den Lobbyisten führen, aber nicht bei der überwiegenden Zahl der Wähler. Politikverdrossenheit ist eher die Folge von politischen Entscheidungen, die den Menschen immer mehr gesundheitliche Belastungen zumuten, zum Beispiel durch mehr Pestizide/Herbizide, hohe Feinstaub- und Schadstoffkonzentrationen und zu viel Nitrat im Trinkwasser.

Werner Schoch

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