Landkreis / Altkleidercontainer

Das Geschäft mit den alten Kleidern

Das Sammeln von Altkleidern ist ein Geschäft – eines, das sich für viele Firmen lohnt.

Das Sammeln von Altkleidern ist ein Geschäft – eines, das sich für viele Firmen lohnt.

Landkreis. Dabei stammen Container mit steigender Tendenz nicht von sozialen Hilfsorganisationen wie der Caritas, der Diakonie und dem Deutschen Roten Kreuz (DRK), sondern von Firmen, die aus den ausrangierten Kleidern Profit erzielen wollen. Zuletzt hat es einen Fall in Bad Nenndorf gegeben. "Wir hatten auch schon Probleme mit illegal aufgestellten Containern. Diese standen auf einem Privatgrundstück, das über einen öffentlichen Weg erreicht wurde. Somit konnten wir handeln", berichtet der Rintelner Ordnungsamtsleiter Ulrich Kipp. Man habe der Aufsteller-Firma eine Frist gesetzt, die ohne Reaktion ablief. Danach hätten sich die Mitarbeiter des Bauhofes der Angelegenheit angenommen.
Auch in Stadthagen und Bückeburg sind in der Vergangenheit Altkleidercontainer aufgetaucht, die von keiner Verwaltung im Vorfeld genehmigt worden sind. Nach langer Recherche hat es Verwaltungsmitarbeiterin Natascha Vogt geschafft, mit der zuständigen Firma Kontakt aufzunehmen. Innerhalb kürzester Zeit wurden in Bückeburg die Container abgeholt. "Probleme mit illegal aufgestellten Altkleidercontainern gibt es nur sehr vereinzelt. Sollte dies dennoch vorkommen, werden die Aufsteller von uns aufgefordert, die Container umgehend zu entfernen. Diesen Aufforderungen sind die Aufsteller in der Vergangenheit auch immer nachgekommen", berichtet Bettina Burger, Pressesprecherin der Stadt Stadthagen. Die offizielle Standortwahl erfolge immer in Abstimmung mit der Stadt, sodass ein Einfluss auf die Anzahl genommen werden könne. Wer unsicher ist, ob ein Container legal ist, könne beim Ordnungsamt nachfragen.
Während in den größeren Städten des Landkreises schon nahezu überall illegale Container aufgetaucht sind, sieht es in Samtgemeinden wie Nienstädt und Niedernwöhren anders aus. "Keine Vorfälle", heißt es aus den jeweiligen Ordnungsämtern. In Sachsenhagen kennt man hingegen die Altkleider-Problematik. Auf Privatgrundstücken wurden über Nacht Container abgeladen. "Eine ziemlich dreiste Masche", findet Ordnungsamtschef Roland Reichert.
Martina Marino-Gruson, Leiterin der fünf DRK-Kleiderläden in Schaumburg, bereiten die illegalen Machenschaften Kopfzerbrechen. "Es wirft ein schlechtes Licht auf alle Altkleidercontainer, wenn diese Firmen zu derartigen Mitteln greifen und auf Profit aus sind." Auch das Rote Kreuz besitze viele Container in Schaumburg – allesamt in Absprache mit den Gemeinden aufgestellt. Marino-Gruson empfiehlt Skeptikern, ihre Kleidung in den DRK-Läden abzugeben.

Mehr aus Landkreis Schaumburg

 
 
 
 
 
Anzeige
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Letzte Meldungen

 
 
 
 
 
 
 
 
 

Spiele entdecken