Landkreis / Finanzamt

Das Schloss hat einen neuen „Herrn“

Akten bearbeiten vor dem Kamin: Jörg-Uwe Witte ist der neue Chef des Finanzamts Stadthagen. © rg

Akten bearbeiten vor dem Kamin: Jörg-Uwe Witte ist der neue Chef des Finanzamts Stadthagen. © rg

Landkreis (kle). "Ich habe es wirklich sehr schön hier", bestätigt er. Ideal seien die Arbeitsbedingungen im Schloss, vor allem für die übrige Belegschaft, aber selbstverständlich nicht gerade – angefangen bei den langen Laufwegen, endend bei der fehlenden Klimaanlage. "Meine Kinder finden das aber natürlich ganz spannend, dass ihr Papa jetzt ,Schlossherr' ist."

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Mit seiner neuen Stelle gibt Witte zugleich sein Debut als Finanzamtsleiter. „Bislang war ich Fachgebietsleiter, zuletzt Personalreferent der Oberfinanzdirektion in Hannover“, erzählt Witte. Dort sei er für rund 3500 Leute verantwortlich gewesen, mit denen er jedoch kaum direkt zu tun hatte. Jetzt sind da „nur“ noch 220 Leute, „die einen aber alle direkt anschauen und sehen: Was macht man?“

Eine besondere Herausforderung an seinem neuen Arbeitsplatz sieht er deshalb darin, „an die Menschen heranzukommen“. „Viele Bedingungen können wir nicht ändern“, so Witte, beispielsweise könne er nicht einfach zusätzliche Mitarbeiter einstellen, „auch wenn ich das gerne würde und wir sie in der Tat bräuchten. Wir müssen mit den Mitteln zurechtkommen, die wir haben“. Vor diesem Hintergrund sei es sein erstes Anliegen, mit den Leuten ins Gespräch zu kommen, herauszufinden, „was sie bewegt“.

An einem Platz wie dem Finanzamt Stadthagen, wo die Belegschaft tendenziell eher älter sei, ergäben sich immerhin ganz andere Fragen als in anderen Unternehmen. „Ich senke den Altersdurchschnitt ja auch nicht mehr“, ergänzt der 49-Jährige mit einem Lachen.

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Viel gesehen hat er von der Kreisstadt bislang noch nicht, zumindest aber hat er rechtzeitig zum „Fiskuß“-Fest seinen Einstand gefeiert. „Das fand ich wirklich toll, mit was für einfachen Mitteln man Kinder begeistern kann.“ Und am nächsten Morgen sei im Schlossgarten alles wieder blitzblank gewesen. Derartigen Veranstaltungen auf dem Gelände stehe er folglich sehr offen gegenüber.

Sein bisheriges Fazit: „Ich fahre jetzt zwar das Dreifache meines bisherigen Arbeitswegs – aber das wird durch die Spannung und den interessanten Job wieder wettgemacht.“

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