Mitgliedszahl steigt

DRK will auch im Jahr 2019 wachsen

Präsident Bernd Koller zeichnet Ursula Weber (von links), Doris Angerstein und Hannelore Daniel mit der Verdienstmedaille des Landesverbands aus.

Präsident Bernd Koller zeichnet Ursula Weber (von links), Doris Angerstein und Hannelore Daniel mit der Verdienstmedaille des Landesverbands aus.

Landkreis. „Das DRK Schaumburg ist gut und wird 2019 noch besser.“ Mit diesen Worten hat der Präsident des Kreisverbands Schaumburg, Bernd Koller, die Jahresversammlung eröffnet. Vor Abordnungen aus 19 der 24 Ortsvereine, ehrenamtlichen Einsatzkräften und Gästen aus Politik und Wirtschaft zog er eine positive Bilanz.

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Es sollen noch mehr Mitglieder werden

So konnte dank einer professionellen Werbeaktion die Zahl der Mitglieder um rund ein Viertel von 4600 auf 5900 Personen gesteigert werden. Damit sei sein persönlicher Wunsch allerdings noch nicht erreicht, gab Koller zu. Er möchte seinen Verband auf 7000 Mitglieder bringen.

Der Präsident berichtete von aktuellen Investitionen. Soeben erfolgte die Erweiterung der Psychiatrie-Einrichtung in Steinbergen. Die neue Tagespflege in Rodenberg werde Mitte Oktober in Betrieb genommen.

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Auch in Bad Nenndorf könnte eine solche Einrichtung entstehen, wenn sich ein passendes Grundstück fände. Erfreut zeigte sich Koller über den neuen Kleidershop in Stadthagen und die bessere Unterbringung der Tafel in Bad Nenndorf.

Künftig soll es mehr Erste-Hilfe-Kurse geben

Kreisgeschäftsführer Thomas Hoffmann berichtete über die steigende Zahl der jetzt 600 Hausnotrufkunden und beklagte den defizitären Betrieb der Tafeln. Überhaupt hätten diese zunehmend Probleme beim Bezug von Lebensmitteln: Konzerne und Geschäfte würden Produktion und Umsätze enger kontrollieren. Er wünschte sich eine stärkere Einbindung der Lebensmittelhersteller.

Während die Betreuung unbegleiteter minderjähriger männlicher Flüchtlinge rückläufig sei, werde die in Bückeburg konzentrierte Hilfe von Flüchtlingsfamilien immer „anspruchsvoller“. Ausweiten möchte das DRK das Angebot an „Erste Hilfe“-Kursen für die Bevölkerung. So seien weitere Schulungsstandorte geplant.

Farr: DRK nimmt neue Herausforderungen vorbildlich an

Nach Auskunft von Kreisbereitschaftsleiter Thomas Knolle haben in den vergangenen zwölf Monaten 163 Helfer 4500 Stunden geleistet. Unter anderem entstanden drei Großschadenslagen. Sechs Einsätze fuhren die ehrenamtlichen Rettungssanitäter. Diesen zollte Koller besonderes Lob, weil sie zum Beispiel bei der Schaumburger Regionalschau weitaus kostengünstiger tätig seien als professionelle Kräfte.

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Zum Auftakt der Veranstaltung hatte unter anderem Landrat Jörg Farr das Wort ergriffen und den Verband für die Annahme stets neuer Herausforderungen gelobt. Der Landkreis könne nicht alle Aufgaben lösen; Hilfsorganisationen wie das DRK seien wichtige Partner. Deren Leistungsfähigkeit habe gerade der erstmalig abgehaltene "Blaulichttag" bewiesen.

Drei Frauen aus Ortsvereinen wurden mit der Verdienstmedaille des Landesverbands für ihre lange Tätigkeit geehrt. Neben Ursula Weber aus Wendthagen waren dies Doris Angerstein und Hannelore Daniel aus Rodenberg. Letztere ist Mitglied und Sanitäterin seit rund 70 Jahren.

von Bernd Althammer

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