Volles Programm

Viele Besucher am „Haus des Gastes“: Was der Bauernmarkt Bad Eilsen zu bieten hatte

Bergbauhandwerk: René Jakab vom Verein Museumsprojekt Heimat fertigte aus einem Holzstamm mit einfachen Werkzeugen eine „Firstkappe“.

Bergbauhandwerk: René Jakab vom Verein Museumsprojekt Heimat fertigte aus einem Holzstamm mit einfachen Werkzeugen eine „Firstkappe“.

Bad Eilsen. Ein großes Besucherinteresse hat der von der Gemeinde Bad Eilsen rund um das „Haus des Gastes“ und im Englischen Garten ausgerichtete Bauernmarkt verzeichnet. Über den Tag verteilt lockte die Veranstaltung am Sonntag mehrere Hundert Besucher an.

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Knapp vier Dutzend Aussteller boten allerlei Waren an – die Bandbreite reichte von Marmelade, Senf und Wurstkreationen über dekorative Accessoires für Haus und Garten sowie farbenfrohe Schüsseln und Reibeteller bis hin zu Modeschmuck und Bekleidungsartikeln. Verköstigen konnten sich die Besucher an einem reichhaltigen Kuchenbüfett des Gemischten Chores Eilsen und anderen Verkaufsständen.

Zudem gab es als Beiprogramm diverse Mitmachangebote für Kinder: Die Heeßer Kindertagesstätten Sinai und Emmaus luden zum Basteln ein, die Ortsgruppe Eilsen des Naturschutzbundes Deutschland (Nabu) offerierte „Naturspiele“; ferner konnten die Kinder auf Ponys reiten und sich in einer Hüpfburg austoben. Historisches Handwerk mit Schwerpunkt Bergbau präsentierte der Verein Museumsprojekt Heimat, der derzeit den Ahnser Harrlstollen saniert und diesen dann als Besucherbergwerk betreiben will. Auf dem Bauernmarkt hatte der Verein eine Schmiede, eine Zimmerei und eine Lederei aufgebaut; außerdem zeigte er, wie Messer auf einem Sandsteinblock geschärft werden.

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„Zimmererhauer“ René Jakab: Wo das Holz singt und knarzt

Apropos Zimmerei: Als – wie es in der Bergmannssprache heißt – „Zimmererhauer“ ließ sich René Jakab dabei zuschauen, wie er aus einem circa 1,5 Meter langen Abschnitt eines Holzstammes eine „Firstkappe“ für den Holzausbau der Bergwerksstollen fertigte. Üblicherweise verwende man dafür Stammabschnitte von Fichten, Tannen und Kiefern, da dieses Holz „zu singen und zu knarzen“ anfange, wenn der Druck des darauf lastenden „Gebirges“ zu groß werde, erklärte er. So gewarnt, könnten die Bergleute dann rechtzeitig den Stollengang verlassen.

Den ganzen Tag: reges Treiben auf dem Bad Eilser Bauernmarkt. Foto: Michael Werk

Den ganzen Tag: reges Treiben auf dem Bad Eilser Bauernmarkt. Foto: Michael Werk

Insgesamt wartete der Bauernmarkt also mit einem vielfältigen Programm für Jung und Alt auf, wobei das trockene, streckenweise sogar sonnige Wetter ebenfalls Anteil am Erfolg der Veranstaltung hatte: Als Organisatorin zeigte sich Elke Dralle, Mitarbeiterin der Gemeinde Bad Eilsen, denn auch „unheimlich glücklich“ darüber, dass das Wetter mitgespielt hat. Hatte sich dies in den Tagen zuvor doch noch von seiner wechselhaften respektive nassen Seite gezeigt und Dralle eigenen Worten nach durchaus Sorgen bereitet.

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