First-Retail-Gruppe investiert

Badehotel wird saniert

Nach Jahren des Stillstandes sind mittlerweile die Vorarbeiten für die Sanierung des historischen Badehotels angelaufen.

Nach Jahren des Stillstandes sind mittlerweile die Vorarbeiten für die Sanierung des historischen Badehotels angelaufen.

BAD EILSEN. Zuvor hatten sie die Möblierung abgebaut und diese ebenfalls in vor dem Haus aufgereihten Sammelcontainern entsorgt. „Rund drei bis vier Monate sind für diese Rückbauarbeiten veranschlagt“, berichtet Marc Baumann, Mitgesellschafter der First-Retail-Gruppe aus Bielefeld, die das Bad Eilser Badehotel im vergangenen Jahr von der Deutschen Rentenversicherung (DRV) Braunschweig-Hannover gekauft hat. Danach folge – „von oben nach unten“ – die eigentliche Sanierung der Immobilie.

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Neu herausgeputzt

Dabei werden unter anderem sämtliche Fenster und Türen erneuert und die Fassade neu herausgeputzt. Ferner werden die ehemaligen Patientenzimmer von der Raumgröße her aneinander angeglichen und mit barrierefreien Badezimmern ausgestattet, damit diese Räumlichkeiten – mit Blick auf die zukünftige Nutzung – heutigen Ansprüchen genügen. In Abstimmung mit dem Denkmalschutz werden auf der Eingangsseite des Badehotels – also zum Parkplatz hin – zudem zwei jeweils 25 bis 30 Quadratmeter große Balkone angebaut.

„Das Gebäude wird den historischen Charakter nicht verlieren“, betont Baumann. Ergänzend verrät er, dass in dem Objekt ein Wärmeenergie und Strom erzeugendes Blockheizkraftwerk installiert wird. Ferner werde man das Gebäude im Zuge der Sanierung auch „energetisch anpacken“.

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Mit neuem Leben füllen

Apropos zukünftige Nutzung: Geplant ist laut Baumann, das Badehotel nach Abschluss der Sanierung auf vielfältige Weise mit Leben zu füllen. So sieht das von der First-Retail-Gruppe dafür entwickelte Konzept vor, dass im Erdgeschoss des historischen Gebäudes eine Tagespflegeeinrichtung (15 bis 20 Plätze), ein Schulungszentrum und ein öffentliches Restaurant betrieben werden. Möglich sei zudem der Einzug einer Arztpraxis sowie etwa einer Praxis für Physiotherapie. Ferner soll in dem Objekt eine sich über zwei Obergeschosse erstreckende „vollstationäre Dauerpflege“ (60 Plätze) betrieben werden, wohingegen die beiden Dachgeschosse „betreutem Wohnen“ dienen sollen.

Hinsichtlich der vollstationären Dauerpflege-Einrichtung sind laut Baumann auch schon Gespräche mit der DRV geführt worden, die eine spätere Kooperation zwischen Badehotel und dem von der DRV betriebenen Rehazentrum Bad Eilsen zum Ziel haben. Läuft alles nach Plan, wird das erneuerte alte Badehotel in Teilbereichen Ende 2018 fertiggestellt sein, während das Gesamtprojekt im Verlauf des darauffolgenden Jahres abgeschlossen sein soll.

Zwei Mehrfamilienhäuser geplant

Über das Sanierungsvorhaben hinaus lässt das Bielefelder Unternehmen auf dem oberhalb des Badehotels gelegenen Grundstück zwei Mehrfamilienhäuser mit (voraussichtlich) Mietwohnungen bauen, die ebenfalls barrierefrei ausgestattet werden, berichtet Baumann. Angedacht sei, dass deren Bewohner auf Wunsch eine „ambulante Versorgung“ durch die dann im Badehotel ansässige Pflegeeinrichtung erhalten können.

Über die Höhe des Kaufpreises, den die auf die Entwicklung, die Planung und den Bau von Sozialimmobilien spezialisierte First-Retail-Gruppe für das Badehotel gezahlt hat, schweigt sich Baumann aus. Die Gesamtkosten für die Sanierung und den Bau der beiden Mehrfamilienhäuser beziffert er dagegen auf "mehr als zehn Millionen Euro". Außerdem spricht er von einer sehr guten Zusammenarbeit mit dem Denkmalschutzamt beim Landkreis Schaumburg, wie überhaupt die gesamte Genehmigungsbehörde sehr kooperativ sei. wk

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