Golfclub am Harrl

Einlochen mit dem Fußball

An diesem Wochenende startet die Saison: Torsten Ruhe (links), der neue Eigentümer des Golfplatzes Eilsen, und Club-Präsident Volker Kipp sind bereit.

An diesem Wochenende startet die Saison: Torsten Ruhe (links), der neue Eigentümer des Golfplatzes Eilsen, und Club-Präsident Volker Kipp sind bereit.

Samtgemeinde Eilsen. Während der Betrieb von Anlage und Restaurant über eine neue Betreibergesellschaft läuft, bleibt der „Golfclub am Harrl“ Pächter des Golfplatzes. Es wird einige Neuerungen und Verbesserungen geben, wie Torsten Ruhe und der Präsident des Golfclubs, Volker Kipp, in einem Gespräch mit unserer Zeitung sagten. Und nannten an erster Stelle neue transportable Indoor-Golfanlagen, die den Trainings- und Spielbetrieb auch in den Wintermonaten ermöglichen, sowie eine Fußballgolf-Anlage mit 18 Löchern, von denen es erst ganz wenige in Deutschland gibt.

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Die Fußballgolf-Anlage soll noch in diesem Frühjahr an den Start gehen. Sie wird auf rund 50000 Quadratmeter Fläche oberhalb der beiden einzeln stehenden Gebäude an der B83 gebaut. Die Flächen sind im Besitz des neuen Eigentümers und waren seinerzeit bereits im Zuge des Genehmigungsverfahrens geplant worden. Nach Angaben von Ruhe sind die entsprechenden Anträge bereits mit der zuständigen Bauverwaltung der Stadt Bückeburg abgestimmt.

Der Fußballgolf-Platz soll eine Marktlücke schließen

Fußballgolf wird – angelehnt an das normale Golfen – auf Bahnen gespielt. 18 Bahnen mit einer Länge zwischen 60 bis 200 Meter sind auf dem Golfplatz zwischen Bad Eilsen und Bückeburg geplant. Die Spieler müssen versuchen, mit einer vorgegebenen Anzahl von Schüssen den Ball einzulochen oder einzunetzen – natürlich ist das Loch entsprechend größer. Es gilt, Hindernisse wie Brücken, Kübel, Baumstämme oder Holzbarrieren zu überwinden oder zu umspielen. „Ein Riesenspaß für Jedermann“, ist sich Ruhe sicher. Der Platz soll eine Marktlücke in der Region schließen und entsprechende Nachfragen im fußballbegeisterten Deutschland generieren. Landesweit gibt es nach seinen Angaben erst 18 solcher Anlagen.

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Neu wird auch der Aufbau von transportablen Indoor-Golfanlagen im Bereich des Panorama-Restaurants sein. Damit wird das Manko behoben, dass der Golfbetrieb in den Wintermonaten wegen der Witterungsverhältnisse zum Erliegen kommt. In speziellen Raumzellen spielen die Golfer ihre Bälle auf eine Leinwand. Infrarot-Highspeedsensoren zeichnen jede Bewegung von Spieler, Schläger, Rotation und Geschwindigkeit der Bälle auf, sodass unmittelbar nach dem Schlag gesehen werden kann, wohin der Ball geflogen wäre, wo es Verbesserungswürdiges in der Schlagtechnik gibt oder andere Fehler . „Nicht nur für ambitionierte Spieler ein Gewinn oder das Handicap zu verbessern “, sind sich Torsten Ruhe und Volker Kipp sicher.

Virtuelle Turniere rund um die Welt

Bis zu 80.000 Golfplätze können gespielt werden. Wer will, kann – vernetzt – mit einem Golfspieler in jedem Winkel der Welt spielen oder auch virtuell an Turnieren teilnehmen. Die transportablen Golfanlagen werden derzeit von Unternehmen der Ruhe-Group in den Hallen an der Braasstraße in Rinteln gebaut.

Noch nicht zu den Akten gelegt sind lange Zeit gewälzte Pläne, den Neun-Loch-Golfplatz auf 18 Löcher zu erweitern. Die Flächen wären vorhanden, sagte Ruhe, auch die Planungen liegen vor. Derzeit wolle man aber noch abwarten, abhängig auch von der Entwicklung der Mitgliederzahlen des Golfclubs. Sie sind in den vergangenen zehn Jahren von gut 60 auf heute 562 gestiegen, wie der Clubpräsident betonte. Außerdem gebe es derzeit den Trend, eher Neun-Loch-Anlagen zu spielen: Die schnelle oder gar auf Fünf-Loch verkürzte Runde nach Feierabend oder auch in der verlängerten Mittagspause. Ruhe: „Wir sind mit unserer Neun-Loch-Anlage glücklich.“ Und ohnehin ist der Golfplatz mit zwei Abschlägen auf jeder Bahn ohnehin fast eine 18-Loch-Anlage.

Ein abgetrennter Bereich für die Club-Mitglieder

Weitere Verbesserungen sind bessere Trainingszeiten, an Rangebälle heranzukommen, wird vereinfacht, Headcoach Steffen Hartwig wird künftig eine monatliche Trainings-Flatrate anbieten und eine Schnupperwoche mit allem Drum und Dran zu einem sehr günstigen Preis. Damit die Club-Mitglieder einen Bereich für sich haben, ist im ansonsten ab dem 1. April wieder geöffneten Panorama-Restaurant eine Members-Lounge abgetrennt worden, wo sich die Golfer nach ihrer Runde zusammensetzen und ungestört fachsimpeln können.

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Derzeit laufen auf dem Golfplatz die letzten Saisonvorbereitungen. Noch ist es etwas matschig: "Aber an diesem Wochenende kann es losgehen", ist sich Clubpräsident Volker Kipp sicher. rc

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