Heeßen / Tag der offenen Tür

Indianer, Makramee und Roboter

Johanns Dütsch (von links), Jin Jan Kümmel und Jaspar Zuschlag haben sich am Malen von Clownsgesichtern beteiligt. Klassenlehrerin Ria Hitzemann ist erstaunt, was ihre Drittklässler dabei zustande gebracht haben.

Johanns Dütsch (von links), Jin Jan Kümmel und Jaspar Zuschlag haben sich am Malen von Clownsgesichtern beteiligt. Klassenlehrerin Ria Hitzemann ist erstaunt, was ihre Drittklässler dabei zustande gebracht haben.

Heeßen. Die Gäste nutzten die Chance, sich einmal darüber zu informieren, wie der Einstieg der Jungen und Mädchen in ihre schulische Laufbahn heute abläuft. Da gibt es doch etliche Abweichungen zu früheren Generationen.

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Ein Blick hinter die Klassentüren gehörte einst auch keineswegs zur Normalität, sieht man einmal von den Schulfesten ab. Aber das vorweg: Die Grundschule Heeßen hat diese Chance zu einer positiven Darstellung ihrer Arbeit auf den unterschiedlichen Feldern genutzt. Es war zu spüren, dass Schulleitung, Lehrerkollegium und auch Elternschaft um eine effektive Zusammenarbeit und um ein gutes Miteinander bemüht sind. Mit solchen Voraussetzungen lassen sich dann auch schulische Erfolge und ein günstiges Lernklima erzielen.

Was noch verbessert werden sollte, ist die Beteiligung der Elternschaft am Förderverein. Da könnte das Engagement auf noch weitere Schultern verteilt werden. Und aufgrund der Mitgliedschaft verbreitert sich auch die finanzielle Basis. Immerhin ist bislang trotzdem schon vieles mit Unterstützung des Fördervereins realisiert worden – zum Wohle aller Schulkinder.

Sämtliche Räume waren am Tag der offenen Tür zu besichtigen. Aber natürlich gab es besondere Anziehungspunkte. Dazu gehörte der Werkraum, in dem einige Kinder gerade dabei waren, aus Ton Figuren zu formen. Darüber hinaus sind zahlreiche Werkzeuge und die Ergebnisse der diversen Arbeitsbereiche ausgestellt worden – bis hin zu kleinen Robotern aus Blechdosen.

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Die Meinung, dass Mädchen einfach das größere Talent für textile Arbeiten mitbringen, wurde von Lehrkräften nicht so einhellig bejaht. Auch Jungen könnten zum Beispiel mit einem Strickrahmen aus Holz oder Pappe durchaus gut umgehen, hieß es. Das gilt auch für den Kartoffeldruck auf Textiltaschen und Deckchen sowie für Makramee-Arbeiten, die Fachlehrerin Dagny Berkenbusch zeigte und erläuterte.

Und in dem Raum, in dem viele Computer und noch mehr Netbooks benutzt werden können, kannten sich auch Mädchen gut aus, wie zu beobachten war. Dort steht unter anderem eine Internetplattform zur Verfügung, auf der Quizfragen zu zahlreichen Kinderbüchern zu beantworten sind. Wer das gut macht, sammelt fleißig Punkte und beweist ein vorzeigenswertes Leseverständnis.

Im Musikraum waren deutlich mehr Mädchen anzutreffen, die sich zum Singen und Verwenden von Rhythmusinstrumenten anleiten ließen. Diese Erfahrung setzt sich später offensichtlich bei den heimischen Jugendchören fort.

Schach und Fußball gehören hingegen eher zu den „Männer-Domänen“, zumindest im schulischen Bereich. Hier konnte die Heeßer Schule in der Vergangenheit bereits beachtliche Erfolge einheimsen. In einer weiteren AG befassen sich die dritten und vierten Klassen mit der Lebensweise amerikanischer Indianer. Auch dazu gab es Informationen.

Als weitere Gesprächspartner standen die Beamten der Bad Eilser Polizeistation zur Verfügung. Hierbei ging es zum Beispiel um das Verhalten der Kinder auf dem Schulweg, an den Bushaltestellen und auch im Bus. Bei einer Probefahrt im Beisein der Ordnungshüter soll den Kindern gezeigt werden, wie sie sich während der Fahrt nicht gefährden, wenn zum Beispiel der Busfahrer plötzlich bremsen muss.

Die Diplompädagogin Sarah Hilmer vom Landkreis Schaumburg beantwortete Fragen zur Übernahme von Leistungen aus dem Bildungspaket. Dazu gehören die Lernförderung und die Teilnahme am kulturellen Leben, an musikalischer Ausbildung sowie an Freizeitaktivitäten. Außer Mitgliedern des Fördervereins gaben auch Elternvertreter Auskunft über das elterliche Engagement in der Schule. Schließlich informierte noch der Kinderhilfsverein „Chic für Chancen“ über außerschulische Projekte und Fördermaßnahmen.sig

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