Zum Artikel „Müllproblem: Stadt erwägt mehr Abfallbehälter“ vom 4. April.

Gemächlichkeit und Verschmutzung

Dabei übertrifft das Müllvolumen an anderen Stellen der Stadt, zum Beispiel am Lönsweg und an den Uferbereichen der Bornau, den einen Kubikmeter bei Weitem. Die Südseite des Lönsweges ist mit bis zu zwei Kubikmetern Müllanfall in 14 Tagen besonders ergiebig – entsorgt von Anwohnern, die ihre Straße sauber halten wollen.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Tröstlich, dass die Verwaltung geeignete Maßnahmen auf Abhilfe prüft. Momentan sind das ehemalige Rauthgelände an der Gartenstraße und der Bereich vor der Commerzbank besonders gern genutzte Bereiche der illegalen Müllentsorgung. Rat und Verwaltung sollten im Rahmen der von ihnen verfolgten „Gesamtstrategie“ nach geeigneten Regelungen suchen, um Abhilfe zu schaffen. Eine strengere Bußgeldsatzung stößt wohl auf formale und rechtliche Widerstände, abgesehen von der Problematik einer Kontrolle.

Also helfen nur Maßnahmen der Sensibilisierung derjenigen, die glauben, das hervorragende Abfallbeseitigungssystem des Landkreises umgehen zu müssen. Aber mit einer Prüfung etwaiger Instrumente ist es nicht getan, reihen sich diese doch nur ein in das Gemächlichkeitsprinzip, welches in Stadthagen den Gang der Dinge bestimmt. Wenn nach drei Jahren Planung und Sanierung des Schlossgartencafés nach dem Brand 2015 festgestellt wird, man sei im Zeitplan, ist dies eine Verhöhnung der Bürger.

Ergänzt wird die Dominanz des Gemächlichkeitsprinzips aber auch in den Fällen Nordwall-Bebauuung, der Schaffung von Rückhaltebecken zum Schutz der Anlieger an der Enzer Straße und der Realisierung eines City-Rings. Symptomatisch, dass der Haushaltsplan 2018 erst im März desselben Jahres zur Beschlussfassung ansteht und damit die Stadt für Monate zur Handlungsunfähigkeit verurteilt wird.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Lange Zeit war es üblich, dass dieser im Dezember des Vorjahres beschlossen wurde: Im Mittelpunkt der Diskussion einer Sanierung der Fußgängerzone steht die bessere Anbindung des Kaufhauses Hagemeyer, der jetzt vom Beratungsbüro erste Priorität eingeräumt wurde. Aber bereits 2005 wurde ein entsprechender detaillierter Vorschlag von der seinerzeitigen Wählergemeinschaft BfS (Bürger für Stadthagen) eingebracht. Ohne Chance. „Wir haben den Vorschlag nicht weiter verfolgt“, so der seinerzeitige Bürgermeister Bernd Hellmann. Man muss eben nur warten, bis die Anregungen von der richtigen Gruppe kommen und teurer werden.

Karl-Ernst Strebost

Stadthagen

Mehr aus Landkreis Schaumburg

 
 
 
 
 
Anzeige
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Verwandte Themen

Letzte Meldungen

 
 
 
 
 
 
 
 
 

Spiele entdecken