Lindhorst / Schmetterlingszucht

176 Raupen bei ihrer Metamorphose beobachtet

Mit den leeren Puppen möchte Rita Konrad Kindern die Metamorphose erklären. 

Mit den leeren Puppen möchte Rita Konrad Kindern die Metamorphose erklären. 

Lindhorst (mak). Als ihr Lebensgefährte eine Raupe auf seinem Autositz entdeckte, brachte er diese in die Wohnung und die beiden Naturfreunde beschlossen, sich an der Schmetterlingszucht zu versuchen.

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"Wir haben uns gründlich damit beschäftigt, was Raupen fressen", wie Rita Konrad berichtete. Die nötigen Pflanzen habe Konrad größtenteils selbst in ihrem Garten gezogen. Am liebsten mögen die Schmetterlinge Zinnien, Eisenkraut und Sommerflieder, wie sie feststellen konnte.
Nachdem der erste Schmetterling in die Freiheit entlassen worden ist, konnte Rita Konrad an keiner Raupe mehr vorbeigehen: "Bei einem Spaziergang entdeckten mein Lebensgefährte und ich sechs schwarze Raupen auf Brennnesselpflanzen, wir probierten das Züchten also ein weiteres Mal". Aus den sechs schwarzen Raupen sind "Kleine Füchse" geworden. Das Züchten habe nach Aussage von Konrad viel Mühe, Kreativität, Ausdauer und Feingefühl verlangt. Die Behältnisse für ihre Raupen und Schmetterlinge bastelte Rita Konrad selbst aus fester Pappe und Kunststoff. Ein Papiertuch am Boden fing die Flüssigkeit auf, die die Tiere während ihrer Verpuppung verloren. "Dabei handelt es sich um die Farbe der Flügel", wie Konrad erklärte.

Die Entwicklung der Raupen in Puppen und Schmetterlinge dokumentierte Rita Konrad mit Videos, Fotos sowie schriftlich. Durch die genaue Beobachtung der Tiere sei ihr aufgefallen, wie reinlich Schmetterlinge sind. „Sobald ein Tier in die nähe eines anderen Schmetterlings kommt, der gerade sein Geschäft gemacht hat, nimmt es den Kot und schmeißt ihn weg“, stellte Konrad überrascht fest.

Rita Konrad plant, ihre Videos zusammenzuschneiden und einen kleinen Film daraus zu basteln, der die Metamorphose einer Raupe zum Schmetterling zeigt. Wenn es klappt, könnte sie es sich auch vorstellen, ihren Film in Schulen zu präsentieren.

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Die Freude am Züchten hat Rita Konrad auch nach 81 „Kleinen Füchsen“, 94 „Tagpfauenaugen“ und einem „Admiral“ nicht verlassen. Es sei zwischendurch sehr anstrengend gewesen, vor allem wenn sie zu viele Raupen auf einmal aufgenommen hatte, aber Rita Konrad freut sich schon jetzt auf die Monate Mai und Juni, um von Neuem mit der Zucht zu beginnen.

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