Beschluss soll aufgehoben werden

Fusions-Projekt wohl gescheitert

Aus der Fusion der Samtgemeinden Lindhorst und Niedernwöhren mit Sachsenhagen scheint nun doch nichts zu werden?

Aus der Fusion der Samtgemeinden Lindhorst und Niedernwöhren mit Sachsenhagen scheint nun doch nichts zu werden?

SAMTGEMEINDE LINDHORST. In der Beschlussvorlage der Verwaltung heißt es, dass vor dem aktuellen Hintergrund (gemeint ist der Beschluss im Samtgemeinderat Sachsenhagen, der auch Nenndorf noch berücksichtigen will) die bisherigen Beschlüsse nicht mehr umgesetzt werden können. Wie berichtet, war eindeutig in Samtgemeinde und Mitgliedsgemeinden entschieden worden, Gespräche nur mit Niederwöhren und Sachsenhagen zu führen.

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„Es kann im Prinzip jetzt nichts mehr laufen“, denkt SPD-Fraktionsvorsitzender im Samtgemeinderat, Horst Schimmelpfennig. „Nachdem dieser Weg verstellt ist, muss man in Ruhe sondieren“, findet er. Die Möglichkeit einer Zweierkonstellation (Niedernwöhren und Lindhorst) sei vielleicht noch gegeben, „aber, was bringt das?“ Jetzt sei durch den Beschluss im Samtgemeinderat Sachsenhagen eine „Situation entstanden, wo alles brach liegt“, sagt Schimmelpfennig. „Ich weiß nicht, wie da noch etwas Vernünftiges rauskommen soll.“

Für CDU-Sprecher Sven Unruh ist im Hinblick auf die Sondierung klar: „Das ist beendet.“ Obwohl dessen Parteifreunde in der Samtgemeinde Sachsenhagen Nenndorf unbedingt noch im Boot sehen wollen, kann Unruh dies vor dem Hintergrund der getroffenen Verabredungen nicht verstehen. Diese lauteten, sollte eine Gemeinde ausscheren, wird nicht weiter verhandelt. Er habe viel geredet mit den Sachsenhäger Parteikollegen, sagt Unruh. Die Stadt Sachsenhagen als Mitgliedskommune der dortigen Samtgemeinde sei im übrigen auch gegen Gespräche mit Nenndorf, „damit ist das Thema erledigt“. Jetzt heiße es „Wunden lecken“. Wenn sich etwas anderes ergebe, könne man wieder reden. Dass eine Zweierkonstellation Sinn ergeben würde, glaubt auch Unruh nicht.

„Schade, dass es so gekommen ist“, bedauert ebenfalls Ulf Dönau, Fraktionssprecher von Bündnis90/Die Grünen, die Entwicklung. „Ich hätte gedacht, dass das an Sachfragen scheitern könnte“, sagt er. Aber dass es schon vor der Sachdebatte endet, habe ihn überrascht. Die Vorbereitungen seien „ein Haufen Arbeit“ gewesen. „Ich kann mir vorstellen, ruhig nochmal darüber zu reden.“ In Bezug auf eine Fusion zwischen zwei Samtgemeinden müsse er der Verwaltung glauben, die darin keine Synergieeffekte sieht. Auf lange Sicht kommen die Samtgemeinden nach Meinung Dönaus nicht um Zusammenlegungen herum.

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„Ein Schuss ins Knie“ sei die Abstimmung in Sachsenhagens Samtgemeinderat, meint WGL-Sprecher Christoph Homeier. Dass die Wählergemeinschaft in der Nachbarkommune auch an dem jetzigen Ergebnis beteiligt ist, davon hält er nicht viel. „Wir fangen wieder bei Null an“, beschwert sich Homeier, der sich ebenfalls keine Zweierfusion vorstellen kann.

Die öffentliche Sitzung des Lindhorster Samtgemeinderates am Donnerstag beginnt um 19 Uhr im Ratssaal der Gemeindeverwaltung, Bahnhofstraße 55a. Babette Jakobs

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