Sind Sie bereits Abonnent? Hier anmelden

 

Sind Sie bereits Abonnent? Hier anmelden

Nachbarschaftshilfe

"Tür an Tür"

Koordiniert von Ulrike van Gemmern (Vierte von rechts) sind die Heuerßerinnen bereit zur „Tür-an-Tür“- Hilfe.

Heuerssen. Die Idee zu dem Nachbarschafts- und Besuchsdienst entspringt dem Heuerßer Kirchenrat. Einige engagierte Frauen waren im Herbst des vergangenen Jahres an die Landeskirche herangetreten, um sich über das Projekt „Tür an Tür“ zu informieren. Das Angebot stieß auf Interesse, und so absolvierten neun Frauen die Weiterbildung, die die Grundlage für die Nachbarschaftshilfe bildet. Die fachliche Anleitung übernahmen Ulrike Henckel und Hartmut Ahrens aus der Praxis LebensWert, die im Sülbecker Gesundheitshaus sitzt.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Unter anderem ging es um das Thema „Gesprächsbegleitung“, sagt Ulrike Henckel: „Ziel ist es, so mit Menschen zu kommunizieren, dass sie sich angenommen und akzeptiert fühlen.“ Das sei nicht immer einfach. Mensch filterten ihre Wahrnehmung, sodass sie oft nicht vorurteilsfrei auf andere zugehen könnten. „Man muss lernen, auch schwierige Gespräche auszuhalten und den anderen in seiner Eigenständigkeit zu respektieren“, sagt Henckel. Im Heuerßer Gemeindehaus „Arche“ ließen Henckel und Ahrens die Mitmacher unter anderem mit Kurzreferaten, Rollenspielen und Gesprächsprotokollen zu diesem Thema arbeiten.

Menschen unterstützen

Demnächst werden die Absolventen damit beginnen, Menschen ihre Unterstützung anzubieten. Wie sieht das genau aus? „Grundsätzlich soll älteren Menschen geholfen werden, so lange wie möglich selbständig zu Hause zu leben“, umreißt Ulrike van Gemmern die Grundidee von „Tür an Tür“. Als Mitarbeiterin des Diakonischen Werks koordiniert sie das Projekt und betreut es in der Anlaufphase. Die Helfer gehen mit den „Nachbarn“ einkaufen, zum Arzt oder zu Behörden. Sie helfen beim Papierkram und begleiten beim Spaziergang. Am wichtigsten dürften die Gespräche sein, die sich bei all diesen Tätigkeiten zwangsläufig ergeben. „Wir ersetzen aber nicht den Pflegedienst, und wir machen auch dem Anrufbus keine Konkurrenz“, sagt van Gemmern.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Das Projekt "Tür an Tür" der Evangelischen Landeskirche Schaumburg-Lippe läuft andernorts schon mit Erfolg. In Bückeburg und Bad Eilsen haben sich über die Jahre 40 Ehrenamtliche gefunden, die Tür an Tür arbeiten, sagt van Gemmern. Auskünfte über das Heuerßer "Tür-an-Tür"-Projekt erteilt Britta Abs unter (0178) 8130904. ab

Mehr aus Lindhorst

 
 
 
 
 
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.