Benjamin Huk

Chartstürmer in Slowenien

Benjamin Huk produziert Musik in seinem Studio.

Benjamin Huk produziert Musik in seinem Studio.

BAD NENNDORF. Die Liebe zur Musik war dem heute 39-Jährigen schon in die Wiege gelegt. „Mein Vater war Berufsmusiker, da kommt man früh mit der Materie in Verbindung“, sagte er. Allerdings beschäftigte sich Huk nicht zwingend mit nur einem Instrument, sondern begann sich bereits im Alter von acht, neun Jahren mit Musikproduktion zu beschäftigen. Auf einem Atari hat er damals die ersten Schritte gelernt, die ihm auch heute noch zu einem gefragten Produzenten machen.

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Nebenbei erarbeitete er sich als DJ mit dem Namen „Beatboy“ einen Ruf. Mit 16 nahm ihm eine Booking-Agentur aus Bad Pyrmont unter Vertrag. Nach der Veröffentlichung seiner ersten CD im Jahr 1999 konnte er es sich erlauben, sein eigens Label zu gründen. 15 Künstler hat er heute noch unter Vertrag. 2003 folgten Auftritte in Clubs in Miami. „Produziert habe ich auch noch. Und zwar in alle Richtungen, egal ob Popp, Rock oder Schlager“, so Huk.

Sicheres Standbein gefordert

In dieser Zeit lernte er auch einen Musikproduzenten aus Slowenien kennen. Mit einer Parodie-Band mit dem Namen „Skuter“ (als Pendant zu dem deutschen Dance-Trio „Scooter“) haben die beiden ein slowenisches Volkslied zu einem Techno-Stück umkonzipiert und sind an die Spitze der Charts gestürmt. Im Jahr 2007 legte Huk außerdem in New York in einigen Clubs auf, traf dort unter anderem den heute weltberühmten DJ David Guetta.

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Doch schon in der Weltstadt ist in Huk der Gedanke gereift, dass das Musikbusiness dauerhaft nicht sein einziger Lebensinhalt sein soll. „Ich bin der Szene gegenüber immer etwas distanziert gewesen“, sagt Huk. Drogen und Alkohol hat er nie probiert, wurde deswegen oft schräg angeschaut. „Alles was ich von meinen Auftritten hatte, habe ich in die Produktion gesteckt“, so Huk weiter. Ein sicheres Standbein sollte also her. Nach und nach fasste er folglich Fuß in der Firma seiner Eltern.

Vom DJ-Pult zur Teppichreinigung

Der 39-Jährige ist heute Geschäftsinhaber des Betriebs Huk-Ernst, der sich bereits seit 30 Jahren auf Teppichreinigung spezialisiert hat. „Für mich ist es genau richtig gelaufen“, bilanziert Huk. Auch heute produziert er noch Musik in seinem Studio. Gegenwärtig bastelt er an einer Cover-Version eines Songs von Gigi Dagostini, die er zusammen mit David Milzow, einem bekannten Saxophonisten aus Hannover, erdacht hat.

Und auch als DJ ist Huk noch etwa 20-mal im Jahr unterwegs, meist auf kleineren Veranstaltungen. In Diskotheken legt er gar nicht mehr auf. "Die Mentalität der Leute ist heute eine andere. Früher haben sich die Menschen mehr auf die Veranstaltung eingelassen", sagt er. Doch ganz lassen will Huk es eben doch nicht. "Das ist wie mein Herzschlag, ganz aufhören kann ich einfach nicht." js

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