Bad Nenndorf / Kinofreunde

Ende der Vorstellung

Letzter Vorstand: Uwe Graells (von links) Ulrike Halisch, Heiko Trieschmann und Ulrich Stumm. gus

Letzter Vorstand: Uwe Graells (von links) Ulrike Halisch, Heiko Trieschmann und Ulrich Stumm.

Bad Nenndorf. Seit der zurückliegenden Mitgliederversammlung im November 2012 hatte der Verein jede Menge Hintergrundarbeit geleistet, wie Schriftführer Uwe Graells berichtete. Zunächst sei es um die Schließung der Kurlichtspiele unter der Regie des Vereins gegangen, dann um die Auflösung des Vereins. 282 Mitglieder gehörten am Dienstagabend noch dazu. Die Auflösung hatte sich aus vereinsrechtlichen Gründen bis jetzt hingezogen.

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 Graells dankte Stumm, Ulrike Halisch und Heiko Trieschmann, die zuletzt die Vorstandsgeschäfte erledigt hatten. Stumm strich die Bedeutung der Arbeit von Roland und Antje Foresta heraus. Roland Foresta sei als Filmvorführer ein entscheidender Stein im Fundament des Kinobetriebs gewesen.

 Halisch legte noch einmal dar, wie eng der finanzielle Spielraum geworden war. Obwohl Filme wie „Skyfall“ und „Der Hobbit“ zum Schluss noch einmal ein großes Publikum angelockt hatten, war die Kasse leer. Im November 2012 seien 1035 Besucher im Kino gewesen, fast genauso viele im Dezember. Der verbleibende Überschuss musste aber komplett zur Tilgung des Darlehens für die Filmvorführanlage abgezweigt werden. Sponsoren, die nicht genannt werden möchten, sorgen laut Stumm dafür, dass der Verein trotz der verbliebenen Tilgungssumme schuldenfrei aus dem Abenteuer Kinobetrieb herauskommt.

 Stumm erklärte, dass nach einer Änderung in der Satzung die Zustimmung von zwei Dritteln der Mitgliederversammlung zur Auflösung genügte. Im November war noch das Ja von drei Vierteln aller Zugehörigen nötig gewesen. Als Stumm die Frage stellte: „Wer ist für die Auflösung des Vereins Kinofreunde?“, gingen alle Finger in die Höhe. Um 19.57 Uhr war die erwartete Entscheidung gefallen.

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 Eine Umwandlung des Vereins beispielsweise in einen Förderverein des Kinos, das nun die Stadt betreibt, war nach Worten Stumms indes nicht möglich. Dennoch wünsche er sich den Fortbestand des Kinos. Stumm bat das Plenum um Vorschläge, wie die bisherigen Kinofreunde den neuen Betreiber – verantwortlich zeichnet fortan die Kur- und Tourismusgesellschaft (KurT) – unterstützen können.

 Rosemarie Börner schlug vor, dass sich die Teilnehmer an der Auflösungsversammlung als mögliche Ansprechpartner in eine Liste eintragen. Volker Busse bezeichnete es als wenig aussichtsreich, auf diese Weise auf das Filmprogramm einwirken zu wollen. Dies sei auch nicht Zweck der Kinofreunde gewesen. Börner sagte, ihr gehe es um Hilfestellung. Mehrere Mitglieder bezweifelten, dass die KurT Hilfe wünscht. gus

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