Bad Nenndorf / Rodenberger Allee

Es zieht wieder Leben ein in den einstigen „Liebestreff“

Wiederbelebung für ein Traditionshaus - Projektleiter Richard Schultz (Mitte) präsentiert mit seinem Sohn Benjamin und Heinrich Schaper die Baufortschritte.

Wiederbelebung für ein Traditionshaus - Projektleiter Richard Schultz (Mitte) präsentiert mit seinem Sohn Benjamin und Heinrich Schaper die Baufortschritte.

Bad Nenndorf (tes). Das hat ein Ende: Seit Herbst 2010 wird saniert. Die SK-Bauplanungsgesellschaft aus Nordhorn, die auch schon die Seniorenwohnanlage der Bürgerhilfe "Am Galenberg" im "Hotel Hannover" erstellte, will die ehemalige Kultgaststätte zum "neuen Filetstück für den Ort" entwickeln.

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Das jedenfalls sieht der Rodenberger CDU-Amtsverbandsvorsitzende Heinrich Schaper so, der das Projekt mit auf den Weg gebracht hat. Die ehemaligen Eigentümer aus Apelern haben das Anwesen verkauft an die Constructa Bau GmbH aus Bad Nenndorf. Auf 350 Quadratmeter Fläche entstehen sechs barrierefreie Wohnungen für jüngere und ältere Mieter. Die Idee: Alle Generationen leben gemeinsam unter einem Dach, wobei jeder sein eigenes Reich behält.

Die Verbindung zur Bürgerhilfe gewährt bei Bedarf per Knopfdruck den Kontakt zum ambulanten Pflegedienst. Im Erdgeschoss ermöglicht die Raumaufteilung eine Nutzung als Familie oder als Wohngemeinschaft. Eine Terrasse im Dachgeschoss, behindertengerechte Badezimmer und ein Lift verbindet gehören zur Ausstattung. Alte Bausünden sind beseitigt, Stahlträger verstärken die Decken. Das Gebäude ist entkernt, in 70 Containern wurde alles samt Möbeln entsorgt. Für 120 Quadratmeter Naturdachpfannen werden noch Abnehmer gesucht.

Das alte Tanzlokal im Garten muss noch abgerissen werden. Dieses Jahr soll der Umbau fertig werden, erklärt Projekleiter Richard Schultz. Das Problem: Im hinteren Bereich des 1400 Quadratmeter großen Grundstücks steht eine Buche. „Eine Gefahr für die umliegenden Häuser“, meint Schultz, der bereits Kontakt zur Verwaltung im Rathaus aufgenommen habe. Der Baum darf fallen. In einer Nacht- und Nebelaktion wolle er dies jedoch nicht tun, stellt der Bauleiter Ersatzmaßnahmen in Aussicht. Dass Bäume in dieser Größe ein Risiko darstellen, zeigte sich im Herbst, als eine Tanne auf das Garagendach des benachbarten Grundstücks gefallen war. Durch diesen Verfall seien die ersten Kontakte zu den Nachbarn entstanden, berichtet Schultz von der positiven Resonanz auf das Bauprojekt.

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Zu den Kosten wollte er noch nichts verraten. Nur soviel: Das etwa 90 Jahre alte Haus, das einst den Ruf als „Liebestreff der Kurgäste“ hatte, konnte nicht mehr als Hotel erhalten werden,. Durch farbliche Veränderungen an der Außenfassade will Schultz das Ortsbild aufwerten. „Und der Zaun wird ein echter Hingucker“, verspricht der Planer, der sich zum Ziel gesetzt hat, „zu erhalten, statt abzureißen“.

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