Interkulturelle Wochen

Flüchtlinge servieren Essen aus der Heimat

Das Mitbring-Buffet mit Speisen aus verschiedenen Ländern findet großen Anklang.

Das Mitbring-Buffet mit Speisen aus verschiedenen Ländern findet großen Anklang.

Bad Nenndorf. Sambusa, Kedjenou und Biryani – Gerichte wie diese sind in deutschen Küchen wohl wenig verbreitet. Typische Speisen aus Marokko, Irak, Eritrea, Ruanda, Afghanistan, Somalia und der Elfenbeinküste haben die Bewohner der Gemeinschaftsunterkunft an der Horster Straße für ihre Gäste zubereitet – die sich mit Freude durch das Buffet probierten.

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Jeder steuert etwas zum Mitbring-Buffet bei

Als Teil der Interkulturellen Wochen hat die AWO Schaumburg ein gemeinsames Essen organisiert, zu dem jeder Teilnehmer etwas beisteuerte. Marcus Wilm, sozialpädagogischer Leiter der AWO für die Gemeinschaftsunterkünfte im Kreis, sprach den Bewohnern ein großes Lob dafür aus – „es ist unglaublich, was hier alles gekocht wurde“.

Dieses Gericht mit Couscous und Huhn stammt aus Marokko.

Dieses Gericht mit Couscous und Huhn stammt aus Marokko.

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Aus Marokko gab es ein Gericht, dass aus Couscous, Kürbis, Hähnchen, Zucchini, Bohnen, Karotten und Ei bestand, aufgestapelt auf einem großen Teller. Aus Eritrea stammte ein Salat aus Gurke, Tomate, Karotte sowie Granatapfelkernen als fruchtiger Frischekick.

Nachbarn bleiben trotz Einladung fern

Zu dem Interkulturellen Essen waren hauptsächlich Ehrenamtliche aus der Flüchtlingshilfe sowie Migranten, die dezentral untergebracht sind oder eine eigene Wohnung haben, gekommen. Dies bedauerte Wilm, schließlich waren auch Nachbarn der Unterkunft gezielt angesprochen worden. „Es gibt ganz klar eine Schwelle“, stellte der Sozialarbeiter fest. Dabei werden die Einrichtungen „so offen gehalten, wie es geht“.

Nicht nur anlässlich der derzeitigen AWO-Veranstaltungsreihe werden die Häuser „im Sinne der interkulturellen Begegnung, Toleranz und Weltoffenheit“ geleitet, schilderte Diana Ludwig, Ehrenamtskoordinatorin der AWO. „Alle bringen etwas Menschliches und ihr Herz mit. Sich darüber zu begegnen, ist der beste Weg“, so Ludwig.

Gastgeber stecken viel Mühe in die Veranstaltung

Wie viel Herz die Bewohner in die Vorbereitung des Abends gesteckt haben, war für jeden Besucher offensichtlich. Alle haben sich bemüht, gute Gastgeber zu sein und ihre Kultur zu vermitteln. Dazu gehörte außer dem Essen – für das einige schon in der Nacht angefangen hatten zu kochen – auch festliche Kleidung. „Das ist schon rührend“, befand Wilm.

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Auch wenn die Flüchtlinge sehr mit ihrer Heimat verbunden sind, besteht gleichzeitig die Hoffnung auf Anschluss in Deutschland, erklärte der Sozialarbeiter. Während der Fußball-WM trugen beispielsweise viele Fans Deutschlandtrikot – dies spreche für ihren Wunsch nach Identifikation mit dem Land, in dem zu nun zuhause sind.

Dazu kommt Wilm zufolge noch ein weiteres Streben: mehr Kontakt zu den Deutschen. "Die Flüchtlinge wollen hier dazu gehören", sagte der Sozialarbeiter. göt

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