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Engpass in der Samtgemeinde

Kitaplätze reichen nicht

Das „Abenteuerland“ der PLSW in Niedernwöhren hat im vergangenen Jahr schon einen Krippen-Anbau bekommen.

Das „Abenteuerland“ der PLSW in Niedernwöhren hat im vergangenen Jahr schon einen Krippen-Anbau bekommen.

Samtgemeinde Niedernwöhren. „Es ist deutlich zu sehen, dass ein höherer Bedarf auf uns zukommt, als wir ihn Stand heute bedienen könnten“, sagte Verwaltungsmitarbeiter Sebastian Kühn im Rahmen der vergangenen Sitzung des Schul- und Kindergartenausschusses.

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Er präsentierte die aktuellen sowie voraussichtlichen Belegungszahlen der insgesamt zehn Betreuungseinrichtungen in der Samtgemeinde. "Mit wenigen Ausnahmen sind diese sehr gut gefüllt", sagte Kühn.

Unerwartete Trendwende

Gerade im Bereich der Krippen sei die Nachfrage besonders hoch. Zudem gehe der Trend nicht wie erwartet zur Ganztags-, sondern zur Vormittagsbetreuung bis 13 Uhr. Auch der Landkreis sehe den Bedarf an Plätzen in Niedernwöhren – die Frage sei, wie man der Nachfrage vor Ort gerecht werden wolle.

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Auch die meisten der Einrichtungen selbst sehen sich am Limit oder rechnen sogar mit einer Verschärfung der Situation. „Bis Beginn des neuen Kita-Jahres werden noch weitere Anmeldungen folgen“, gab Franka Stefanski von der integrativen Kita „Abenteuerland“ zu Bedenken. Bis dahin seien es immerhin noch sieben Monate.

Anbau in Wiedensahl?

Anja Möller brachte darum die Möglichkeit ins Spiel, Ganztagskindergärten auch für "Vormittagskinder" zu öffnen. In Nordsehl funktioniere das derzeit problemlos. Eine Anbaumöglichkeit dagegen böte sich Kühn zufolge möglicherweise in Wiedensahl, wobei die Ausschussvorsitzende Sabine Druschke die Randlage des Fleckens zu bedenken gab. Stefanski regte zudem die Schaffung altersübergreifender Gruppen an, wie es aktuell eine in Lauenhagen gibt.

Sylvia Frödrich, die den dortigen Kindergarten „Zwergenburg“ leitet, entgegnete: „Es sieht auf dem Papier immer gut aus, wenn man Zahlen hin- und herschieben kann.“ Dabei werde aber nicht der hohe Aufwand gesehen, den beispielsweise altersübergreifende Gruppen für die Betreuerinnen mit sich brächten. „Wir müssen auch den Wert dieser Arbeit berücksichtigen.“

Busse: Höchste Zeit, zu handeln

„Die Eltern haben Anspruch auf einen Betreuungsplatz. Dem müssen wir nachkommen“, sagte Samtgemeindebürgermeister Marc Busse. Notfalls müsse man eben „Vormittagskinder“ in Ganztagseinrichtungen unterbringen.

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Die Verwaltung werde sich zudem Gedanken darüber machen, ob eine Einrichtung für eine Erweiterung infrage komme oder ob gegebenenfalls sogar ein Neubau nötig ist.

Denn die Nachfrage werde nicht abreißen: So seien in den vergangenen beiden Jahren über 120 Kinder auf die Welt gekommen – wovon jedes einzelne theoretisch einen Anspruch auf einen Betreuungsplatz geltend machen könnte. "Es ist höchste Zeit zu handeln", sagte Busse. tro

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