Flüchtlingshilfe

Internationales Sommerfest

Mit Seifenblasen und anderen Spielen vertreiben sich die Kinder im Garten des Gemeindehauses die Zeit.

Mit Seifenblasen und anderen Spielen vertreiben sich die Kinder im Garten des Gemeindehauses die Zeit.

Seggebruch. Bereits beim Eintritt ins Gemeindehaus und in den Garten war hörbar, was sich in den vergangenen zwei Jahren in der Flüchtlingsbetreuung verändert hat. Erstaunlich gut unterhielten sich die Migranten mit den Ehrenamtlichen auf Deutsch. Besonders einige Kinder brabbelten selbstverständlich drauflos, als wäre es ihre Muttersprache.

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Dieser Erfolg ist das Ergebnis der regelmäßigen Deutschkurse, die von den Helfern angeboten werden. Wie Pastor Burkhard Peter von der gastgebenden Gemeinde erklärt, habe der Helferkreis, der sich aus dem ehemaligen Café International entwickelt habe, ab 2015 regelmäßig Deutschunterricht angeboten. Obwohl Kurse für Migranten auch von der Volkshochschule angeboten werden und der Landkreis Integrationskurse anbietet, läuft die Unterstützung in Sachen Sprachförderung weiter in Seggebruch.

Studienplatz für Molekulare Medizin in Aussicht

Eine wirkliche Erfolgsgeschichte kann der 21-jährige Syrer Ahmad Alhaj Hasan erzählen, der beim Sommerfest mit der guten Nachricht aufwarten konnte, die Zusage für einen Studienplatz für Molekulare Medizin in Ulm bekommen zu haben. Seit 2016 ist Hasan, der aus Aleppo kommt, in der Bundesrepublik, im Frühjahr 2017 kam er nach Helpsen. „Als ich in Deutschland ankam, konnte ich ein paar Worte reden. Das war nicht viel“, erinnert er sich.

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Ahmad Alhaj Hasan will bald studieren.

Ahmad Alhaj Hasan will bald studieren.

Die paar Worte hatte er von einem syrischen Lehrer gelernt, der auf You Tube unterrichtete. In Deutschland hat er sich dann Schritt für Schritt mit Hilfe von Sprachkursen auf die geforderten Niveaustufen hochgearbeitet. Ob er die Dialekte in Süddeutschland allerdings verstehen kann, bezweifelt er. Deshalb hofft Hasan darauf, vielleicht noch ein Studienplatzangebot in einer näher gelegenen Stadt zu bekommen.

Pastor Peter macht dem 21-Jährigen Mut, sich auch ein Studium im Süden zuzutrauen. Aber auch die Kontakte die der Aleppiner in Schaumburg und rund um Hannover geknüpft hat, liegen ihm am Herzen. „Es gibt viele Leute hier, die mir geholfen haben“, sagt Hasan, der bis zu seinem Studium als Lagerarbeiter in Stadthagen tätig ist.

Familienpaten haben sich bewährt

Nicht nur er hat sich inzwischen eingelebt. „Einige sind schon berufstätig, andere machen Praktika“, sagt Peter, „einige sind aber auch weggezogen.“ Der Pastor verweist auf die Familienpatenschaften, die durch die Flüchtlingshilfe übernommen wurden. Jeder asylsuchenden Familie stehe eine angestammte Familie aus den Gemeinden zur Seite.

„Das hat sich sehr bewährt“, findet der Pastor. Begleitet werden die Migranten bei Gängen zu Ämtern, Arzt- und Krankenhausbesuchen. „Wir haben auch alle Flüchtlinge mit einem Fahrrad ausgestattet“, erwähnt der Pastor die Fahrradwerkstatt, in der gemeinsam repariert wird.

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Das Sommerfest war für rund 90 Menschen ausgerichtet, 30 davon Helfer. "Alle sind bei der Stange geblieben", sagt Peter über den Helferkreis. "Sehr kontinuierlich" engagiere sich der Stamm des Helferkreises aus rund 26 Ehrenamtlichen. Im Dolmetscherbereich gab es aufgrund der wechselnden Nationalitäten hingegen Veränderungen. bab

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