Golfclub Schaumburg

Ein Tag im Leben des Greenkepers

Obernkirchen. Zumal die unterschiedlichen Spielzonen einer Anlage auch bestimmten Standards genügen müssen. Beim Golfclub Schaumburg in Obernkirchen hatte man die Rasenpflege bislang in Eigenregie durchgeführt; vier seiner Mitarbeiter („Greenkeeper“) waren nur damit beschäftigt. Doch seit Anfang dieses Jahres hat der Verein diese Aufgabe einem Fachbetrieb übertragen.

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„Zu dem Schritt haben wir uns aus mehreren Gründen entschieden“, erklärt Werner Nickel, der Vize-Präsident des Golfclubs. Zum einen wolle man keinen eigenen Maschinenpark mehr vorhalten, da ein auf die Pflege von Golfplätzen spezialisiertes Unternehmen wie die Sommerfeld AG (Edewecht) aktuellere Maschinen habe. Auch verfüge diese Firma, die bundesweit und im benachbarten Ausland rund 45 Golfplätze betreue, über ein größeres Know-how, woraus ebenfalls eine „höhere Qualität“ der Rasenflächen resultiere. Außerdem habe eine Rolle gespielt, dass zwei der bereits erwähnten Greenkeeper in den Ruhestand gewechselt sind.

Enormer Aufwand

„Unterm Strich“, sagt Nickel, „ist die Verlagerung der Rasenpflege auf die Sommerfeld AG kostenneutral.“ Übrigens hätten jene beiden Mitarbeiter, die noch nicht die Altersgrenze für den Renteneintritt erreicht haben, von dem Unternehmen ein Übernahmeangebot erhalten, das in einem Fall auch angenommen worden sei. Der andere Mitarbeiter habe sich anderweitig orientiert.

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Welch enormer Aufwand betrieben wird, um den Golfspielern einen perfekten Rasen zu bieten, erläutert David Behlke (Sommerfeld AG), der sich als neuer „Headgreenkeeper“ (leitende Fachkraft) ausschließlich um die Pflege des Obernkirchener 18-Loch-Platzes kümmert. Demnach werden die „Greens“, auf denen die Golfbälle einzulochen sind, in der Zeit von April bis September am intensivsten gemäht – nämlich täglich, wobei die Schnitthöhe 3,5 bis vier Millimeter beträgt. Lediglich sonntags wird mit dem Mähen ausgesetzt, um die Anlieger nicht zu stören. Sofern sonntags Golfturniere anstehen, werden die „Greens“ am Vortag gleich zweimal gemäht – einmal am Morgen und einmal am Abend. „Denn den Tag über wächst der Rasen ja“, erläutert der Experte.

Die „Abschläge“ (Schnitthöhe zehn Millimeter) am Anfang einer jeden Bahn kommen während der Sommermonate indes nur dreimal pro Woche unter den Rasenmäher, ebenso wie die zwischen „Abschlag“ und „Green“ liegenden „Fairways“ (Schnitthöhe 16 Millimeter). Regelmäßige Pflegeschnitte sind freilich auch auf den übrigen Rasenflächen des Golfplatzes erforderlich.

„Greens“ machen viel Arbeit

Insbesondere die „Greens“ machen laut Behlke aber noch mehr Arbeit: So werden diese im Monatsrhythmus durch Ausbringen eines Düngergranulats mit Nährstoffen versorgt. Dazwischen wird ebenfalls einmal pro Monat Flüssigdünger gegeben. Ferner wird der Rasen alle zwei Wochen vertikutiert, um den sich bildenden Rasenfilz zu reduzieren und um die Grashalme „aufzustellen“, da die Golfbälle beim Einlochen dann „deutlich besser“ darauf rollen.

Zweimal jährlich werden die „Greens“ zudem „aerifiziert“, indem unzählige kleine Löcher in die Erde gestanzt werden, die für eine bessere Belüftung des Bodens sorgen. Nach dieser Prozedur werden die aus der Erde gezogenen „Cores“ (Erdkerne) – ebenfalls maschinell – eingesammelt, bevor die Fläche wie folgt weiterbehandelt wird: Walzen, zentimeterdick Sand aufstreuen, den Sand in die Stanzlöcher bürsten, zweimal walzen und das Golfloch neu herrichten. „Das Aerifizieren muss sein“, betont Behlke. „Es gibt keinen Golfplatz, wo das nicht gemacht wird.“ Gegen Rasenunkräuter gespritzt werden muss in gewissen Abständen ebenfalls.

Unterstützung erhält der 29-jährige „Headgreenkeeper“ bei seiner täglichen Arbeit auf dem Obernkirchener Golfplatz durch die von der Sommerfeld AG übernommene, ehemalige Vereinsmitarbeiterin. Bei Bedarf packen zudem zusätzliche „Greenkeeper“ des Unternehmens mit an, die allerdings regelmäßig auch auf anderen Golfplätzen im Einsatz sind.

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wk

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