Bad Eilsen / "Domicil"

Gleich zwei Mal „sehr gut“: MDK benotet Pflege

Fünf Führungskräfte in entspannter Atmosphäre (von links nach rechts): Nils Meyer, Heidrun Meyer, Angela Longo, Regina Rinne und Karl-Friedrich Meyer unter und mit Bildern, die die jüngsten Aktivitäten der Bewohner im Senioren-Domicil am Kurpark zeigen. © tw

Fünf Führungskräfte in entspannter Atmosphäre (von links nach rechts): Nils Meyer, Heidrun Meyer, Angela Longo, Regina Rinne und Karl-Friedrich Meyer unter und mit Bildern, die die jüngsten Aktivitäten der Bewohner im Senioren-Domicil am Kurpark zeigen. © tw

Bad Eilsen (tw). Beide Male kamen die Gutachter an einem Montag. "Obwohl wir seit Längerem mit einem Besuch gerechnet haben, waren wir völlig überrascht, als der MDK um 9 Uhr plötzlich in der Tür stand", berichten Karl-Friedrich und Heidrun Meyer, Geschäftsführer der Familienunternehmen.

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Indes: Dass die Meyers darauf achten, die Qualität der Pflege – Prüfbesuch hin, Prüfbesuch her – immer so hoch als möglich zu halten, sollte sich auch an diesen beiden Montagen auszeichnen, denn: Sie haben es nun schwarz auf weiß und demnächst auch gerahmt an der Wand. Der MDK hat dem ambulanten Pflegeteam Domicil (Friedrichstraße 2 bis 4) die Schulnote 1,1, der stationären Senioren-Domicil GmbH (Friedrichstraße 9 bis 11) die Schulnote 1,3 gegeben und beide Bad Eilser Einrichtungen damit als „sehr gut“ beurteilt. Konkret bedeutet das: Die Qualität der Pflege liegt in beiden Häusern deutlich über dem Landesdurchschnitt, der im ersten Fall bei 2,0 und im zweiten bei 1,9 liegt.

Im Einzelnen werden dem Pflegeteam Domicil im vorläufigen Transparenzbericht des MDK folgende Einzelnoten gegeben, aus denen sich die Gesamtnote zusammen setzt: pflegerische Leistungen 1,1; ärztlich verordnete pflegerische Leistungen 1,6; Dienstleistung und Organisation 1,0. Die Leistungen im Senioren-Domicil benotet der MdK nach dem Prüfen von 64 Einzelkriterien so: Pflege und medizinische Versorgung 1,6; Umgang mit demenzerkrankten Bewohnern 1,1; soziale Betreuung und Alltagsgestaltung 1,0; Wohnen, Verpflegung, Hauswirtschaft und Hygiene 1,0.

„Das exorbitant gute Abschneiden“, gibt Heimleiter Nils Meyer das Kompliment weiter, „ist eine Leistung, die wir allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern verdanken“. Die Begutachtung sei in einer „angenehmen und konstruktiven Atmosphäre“ erfolgt. Ganz besonders freut er sich darüber, wie die Kunden selbst die Leistungen bewertet haben – nämlich mit der Note 1,0 respektive 1,2 und damit ebenfalls mit „sehr gut“.

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Bewertet wurden die Aussagen von acht Befragten. Besagte Fragen der Prüfer – 18 an der Zahl – reichten dabei von „Entscheiden Sie, ob Ihre Zimmertür offen oder geschlossen gehalten wird?“ über „Schmeckt Ihnen das Essen?“ bis hin zu „Sind die Mitarbeiter höflich und freundlich?“ und „Nehmen sich die Pflegenden ausreichend Zeit für Sie?“

Uta Spenke, Pflegedienstleiterin vom Pflegeteam Domicil: „Neben der allgemeinen medizinischen und pflegerischen Versorgung bieten wir auch die Betreuung von Demenzkranken an. Dabei ist es uns ein besonderes Anliegen, ihre Fähigkeiten zu erhalten und verständnisvoll mit ihnen umzugehen.“ Neben einer kostenlosen Beratung werde von der Einrichtung die stundenweise Betreuung der Betroffenen übernommen. „Diese Leistung“, so Spenke, „bieten wir auch Eltern mit erkrankten Kindern an“. Das Pflegeteam begleite die Kleinen zu den Therapien und unterstützt ihre Erziehungsberechtigten beim Bewältigen des Alltags.

Übrigens: Trotz der Freude über die vom MDK dokumentierte Leistung seiner Häuser, hält Karl-Friedrich Meyer mit seiner Kritik am System nicht hinter dem Berg: „Der Personalschlüssel ist vom Gesetzgeber viel zu klein bemessen worden.“ Zumal der Aufwand, den die Dokumentation verlange, auf die Arbeit der Pflegekräfte noch oben drauf gepackt worden sei. Entsprechend hoch seien in der Regel landauf, landab die Ausfallzeiten des Personals.

Außerdem: „Warum“, fragt der Geschäftsführer, „werden außer den Pflegeheimen nicht auch andere Dienstleister nach ihren Leistungen benotet: Krankenhäuser, Arztpraxen, Apotheken …“

Hintergrund: Zur Domicil-Gruppe gehören vier Einrichtungen in Eilsen und Minden: das Senioren-Domicil am Kurpark, das Pflegeteam Domicil (beide Bad Eilsen), die Tagespflege Domicil (Heeßen) und als jüngster Spross seit 2008 das Senioren-Domicil Weserland (Minden). In allen Einrichtungen zusammen sind etwa 210 Mitarbeiter tätig.

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