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Sandsteinmauer

Historische Mauer gerät in Schieflage

Bauamtsleiter Norbert Eßmann begutachtet die Sandsteinmauer an der Strullstraße – sie droht umzukippen. Ein langer Riss zieht sich durch die Mauer. Arbeiter müssen sie mit Holzbalken abstützen.

Bauamtsleiter Norbert Eßmann begutachtet die Sandsteinmauer an der Strullstraße – sie droht umzukippen. Ein langer Riss zieht sich durch die Mauer. Arbeiter müssen sie mit Holzbalken abstützen.

Obernkirchen. Ein langer, breiter Riss zieht sich durch die Mauer. Experten des Bauamtes hatten die Gefahr bei einem Rundgang entdeckt. Ein großer Teil der Mauer könnte kippen und auf den Gehweg und die Straße stürzen. „Nicht auszudenken, was alles passieren kann. Im schlimmsten Fall könnten Passanten verletzt werden“, sagt Bauamtsleiter Norbert Eßmann. Das Amt beauftragte sofort eine Zimmerei damit, die Mauer abzustützen.

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Mit Holzbalken bauten Arbeiter eine Konstruktion. Das Gerüst wurde in der Erde verankert, damit es nicht wegrutschen kann. Bauhof-Mitarbeiter sperrten den Bereich um die Stützbalken mit Sperrbaken ab. Ein Stück hat sich die Sandsteinmauer bereits in Richtung Lange Straße geneigt. Das Problem sei, dass auf der anderen Seite der Mauer Erde gegen die Steinwand drücke, hieß es. An dieser Stelle muss einmal ein Haus gestanden haben. Nach dem Abriss wurde die Mauer mit Erde angefüllt. „Der Druck wurde zu stark“, vermutet Eßmann.

Die Gefahr für Passanten und Autofahrer sei zunächst gebannt. „Das Holzgerüst hindert die Mauer erst einmal daran, noch weiter zu kippen“, sagt Eßmann. Man sei jetzt dabei, ein Konzept zu erarbeiten, wie die Mauer repariert werden könne. Der Bauhof rückte zudem mit einem Bagger an. „Wir haben die Erde hinter der Mauer entfernen lassen. Auf diese Weise nehmen wir den Druck von der Wand weg“, erklärt der Bauamtsleiter.

Die Mauer sei für Obernkirchen stadtbildprägend und habe Seltenheitswert, erklärt das zuständige Niedersächsische Landesamt für Denkmalschutz in Hannover auf Nachfrage. Welche Historie die Mauer hat und wann sie erbaut wurde, ließ sich allerdings nicht klären. „Dazu können wir keine Angaben machen“, sagt eine Referatsleiterin.

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von Leonhard Behmann

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