Vehlen /<wbr> Projekt

Leben ohne die Familie: „Husky“ kann helfen

Sich selbst und eigene Gedanken auf einer eigenen Homepage zu präsentieren, ist eines der Mitmachangebote beim „6. Kids-Tag“ des „Projekts Husky“. Mit auf dem Bild: der Diplom-Pädagoge Volker Harre (hinten, r.) sowie der Computerexperte und „Projekt Husky“-Koordinator Michael Oldiges (zweite Reihe, r.).

Sich selbst und eigene Gedanken auf einer eigenen Homepage zu präsentieren, ist eines der Mitmachangebote beim „6. Kids-Tag“ des „Projekts Husky“. Mit auf dem Bild: der Diplom-Pädagoge Volker Harre (hinten, r.) sowie der Computerexperte und „Projekt Husky“-Koordinator Michael Oldiges (zweite Reihe, r.).

Von Michael Werk. Statt dessen werden die jungen Menschen ersatzweise von pädagogischen Fachkräften betreut – vergleichbar der Unterbringung in einer Pflegefamilie, wobei es sich bei der Betreuungsstelle nicht zwangsläufig um ein „Familiensystem“ handeln muss. Vielmehr kommen für diese Aufgabe auch geeignete Einzelpersonen oder Paare in Frage.

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 Die durchschnittliche Verweildauer innerhalb des individualpädagogischen Lebensumfeldes beträgt dabei im Schnitt drei Jahre, berichtet Volker Harre, der das Projekt Husky im Jahr 1990 gemeinsam mit seiner Ehefrau Eva Felka in Köln ins Leben gerufen hat. Seit 1994 betreiben der Diplom-Pädagoge und die Diplom-Sozialpädagogin zudem eine Zweigstelle in Vehlen. Ein Trend der vergangenen Jahre sei allerdings, dass das auf diese Weise „stationär“ zu betreuende Klientel immer jünger werde. So habe man mittlerweile auch schon sechsjährige Kinder in der individualpädagogischen Betreuung, während das Eintrittsalter früher in der Regel eher bei 15 oder 16 Jahren gelegen habe. Insgesamt kümmere man sich im Rahmen des Projekts Husky derzeit um rund 40 Kinder und Jugendliche im Alter von sechs bis 19 Jahren, davon sechs im Landkreis Schaumburg. Wie hoch die Erfolgsquote der beispielsweise vom Jugendamt des Landkreises Schaumburg finanzierten Maßnahmen ist? Hierzu eine generelle Aussage zu treffen sei schwer, da man die jeweiligen Erfolge immer auf den Einzelfall bezogen messen müsse, erklärt Harre. Unterm Strich könne man aber wohl sagen, dass die individualpädagogische Betreuung bei sieben bis acht von zehn jungen Menschen im erhofften Maße greift.

 Zum Erfolg trage auch bei, dass den jungen Leuten bei diesem Konzept „im Unterschied zum traditionellen Verständnis der Jugendhilfe“ mehr Mitsprachemöglichkeiten eingeräumt werden, wodurch sie sich auch „mehr wahrgenommen und mehr angenommen“ fühlen. Und dies wiederum wirke sich entsprechend positiv auf deren persönliche Entwicklung aus.

 Um Mitbestimmung ging es auch beim inzwischen „6. Kids-Tag“ des Projekts Husky. Auf dem Programm dieses Aktionstages, an dem außer einem Dutzend Kinder und Jugendliche auch deren Betreuer sowie einige Behördenvertreter teilnahmen, standen Mitmachaktionen, die sich um diesen Themenkreis drehten. So konnten die jungen Leute unter Anleitung eines Experten lernen, wie man in Form einer selbst entworfenen Internetseite mit eigenen Ideen online geht.

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 Außerdem gab es die Gelegenheit, Fachleute zu Rechten und Pflichten von Kindern und Jugendlichen zu befragen. Diskutiert wurde, welches die richtige Art ist, sich über Missstände zu beschweren – womit die Liste der Aktionen indes noch nicht am Ende war.

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