Obernkirchen /<wbr> Bäume

Schutzgründe: Schönheit, Alter und Größe

Obernkirchen. Obernkirchen (rnk). Die Bismarck-Eiche an der Lieth, im Bereich Weheweg, ist eine von drei Bäumen, die als sogenanntes Baumdenkmal im Obernkirchener Stadtbereich unter einem besonderen Schutz stehen.

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 Die Naturdenkmalverordnung des Landkreises, die dabei greift, gibt als Ziel dieser Unterschutzstellung an, die Stadtorte der „Einzelschöpfungen“ und die mitgeschützte Umgebung vor nachteiligen Veränderungen zu schützen und die Standorteigenschaften so weit wie möglich zu verbessen. Baume und Baumgruppen sollen so vor Beschädigungen geschützt und durch geeignete Maßnahmen erhalten bleiben.

 Das wohl bekanntestes Naturdenkmal der Bergstadt steht in der Bergamtstraße: die Gerichtslinde auf der Verkehrsinsel, die nach dem bislang letzten Symposium noch ein Kunstwerk als Nachbarn erhielt.

 Neben ihrer Schönheit gilt ihre heimatkundliche Bedeutung als Schutzgrund. Wie auch die Bismarck-Eiche steht sie im Eigentum der Stadt. Gerichtslinden sind eine Form von Gerichtsstätten. Es sind sehr alte Bäume, die einzeln an herausgehobener Stelle in der Nähe eines Dorfes stehen. Unter diesem Baum wurde im Mittelalter das Dorfgericht oder die Ratsversammlung, das sogenannte Thing, unter freiem Himmel abgehalten.

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 Ebenfalls als Naturdenkmal eingestuft, ebenfalls eine Eiche, aber im Privateigentum – das gilt für den dritten Baum, der zwischen der Bundesstraße 65 und der Stadt Obernkirchen im Bereich einer Ackerfläche, rund 100 Meter westlich des Sülbecker Weges steht. Auch dort ist der Schutzgrund schlicht ihre Schönheit.

 Ein Baum fällt nicht mehr unter die Naturdenkmale, der zuletzt noch auf der Obernkirchener Liste stand: Die Blutbuche im Stiftsinnenhof musste vor zehn Jahren aus Sicherheitsgründen gefällt werden. Insgesamt gibt es im Landkreis Schaumburg 67 Naturdenkmale, von denen allerdings nur 25 Einzelbäume sind, erklärt Klaus Heimann als Erster Kreisrat. Dazu kämen noch sechs Baumgruppen und drei Wälder.

 Die Bäume seien relativ gut verteilt auf den gesamten Landkreis, sagt Heimann, die niedrige Zahl lasse zudem den Schluss zu, dass die entsprechenden Anforderungen für die Unterschutzstellung schon recht hoch seien: Alter, Schönheit und Größe. „Es müssen schon besondere Bäume sein“, so Heimann.

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