Zum Artikel „Kulturpolitik ist gleichzeitig Wirtschaftspolitik“ vom 17. August.

Raus aus der Komfortzone und rein ins Handeln

Danke für diese deutlichen, wichtigen und richtigen Worte. Auch dem Redakteur Lennart Hecht sei großer Dank gezollt. Er arbeitete die tragische Quintessenz des Vortrages mit anschließender Diskussion akzentuiert heraus: Kompetente Bürger, die sich ehrenamtlich für Kulturprojekte engagieren wollen, werden sowohl von Verwaltung als auch der Politik geflissentlich ignoriert.

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Richters Worte trafen hart: Je mehr Inkompetenz aufseiten der Verwaltung vorhanden sei, desto weniger sei man bereit und offen für Bürgervorschläge und -engagement. Dabei sei es doch eine große Chance und zukunftsfördernd, auf Bürgerkompetenz zurückgreifen zu können, die zudem noch kostenlos sei und so manches teure Gutachten überflüssig mache.

Frau Freimann von der Stadtverwaltung konstatierte, dass die mangelnde Unterstützung vonseiten der Verwaltung durch Zeitmangel begründet sei. Ratspolitikerin Frau Hartmann-Höhnke ergänzte, dass die Thematik viel komplexer sei, als der Bürger erahne. Sprechblasen und Scheinargumente, wie man sie auch im Großen kennt, und die ich als engagierte Bürgerin nicht mehr hören kann und als Schlag ins Gesicht empfinde. Da muss erst jemand von außen kommen, um den Verantwortlichen den Spiegel vors Gesicht zu halten. Und er hat damit den Nagel auf den Kopf getroffen.

Wir erleben seit Jahren, wie das Potenzial unserer nicht nur kulturhistorisch wertvollen Stadt durch Fehlentscheidungen von Verwaltung und Politik immer mehr vor die Wand gefahren und Bürgerengagement mit Füßen getreten wird. Andere Städte und Kommunen haben begriffen, was Stadthagen gerade wieder einmal verschläft. Beispiele: Hildesheim (Bewerbung zur Kulturhauptstadt 2025), der Kreis Herford hat sich mit dem Kreis Minden-Lübbecke zusammengeschlossen, um neue Wege der regionalen Kulturentwicklung zu beschreiten. Wann endlich wachen die Verantwortlichen Stadthagens auf? Um Visionen zu entwickeln und diese umzusetzen, reicht es nicht aus, im eigenen Saft zu kochen. Es bedarf Inspiration von außen, um Dinge und Chancen zu erkennen, die man von unten gar nicht sehen kann. Raus aus der Komfortzone und rein ins Handeln.

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Kerstin Thieler

Stadthagen

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