Rinteln

Auf den Spuren von Paul Klee

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Rinteln. Zwei Monate lang hatten die Viertklässler im ansprechend farbenfrohen Stil des expressionistischen Malers Klee gemalt und außerdem Recherchen über sein Leben geführt.

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So ist nun der Speisesaal des Seniorenheimes rundherum mit Bildern geschmückt, die auf Anhieb gute Gefühle auslösen, nicht nur durch die warmen Farben Klees, bei denen das Rot die größte Rolle spielt, sondern auch, weil sie die Freude ausstrahlen, mit der sie entstanden. Wie stolz die Kinder auf ihre Werke sind, merkte man bei den kleinen Vorträgen, die sie zur Biografie Paul Klees hielten, und daran, dass sie immer wieder betonten: „Nein, die Bilder sind unverkäuflich, die geben wir nicht her.“

Dass sich die Schüler aus Krankenhagen mit den ganz alten Menschen des Seniorenheims treffen, ist schon seit Jahren nichts Ungewöhnliches mehr. Zweimal im Jahr machen sich die Senioren auf nach Krankenhagen zu einem gemeinsamen „Erlebnisabend“ mit Musik und Theaterspiel, und ebenso oft kommen die Schüler an die Landgrafenstraße, um mit den alten Herrschaften zu backen, zu töpfern oder, wie diesmal, eine Ausstellung zu präsentieren. Diese Kooperation zwischen Schule, Klassenlehrerin Elisabeth Pettenpaul und Kollegen einerseits sowie dem Heimleiter Ralf Ober und dessen Team auf der anderen Seite entstand, weil Obers Kinder die Grundschule Krankenhagen besuchen. Als Gast der gemeinsamen Veranstaltungen kann man nur die Vorbildlichkeit so eines Generationen übergreifenden Zusammenspiels bewundern.

„Ich bin selbst immer wieder erstaunt, wie unbefangen die Kinder auf die alten Menschen zugehen“, so Ober. „Man merkt insgesamt, dass sich das Verhältnis zwischen den Generationen sehr verändert hat und Kinder nicht automatisch schüchtern vor einer festgeschriebenen Autorität der Alten zurückschrecken.“

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Schön zu sehen war, dass bei dem musikalisch untermalten Vortrag eines Gedichtes über das Feuer und mehr noch, als die Schüler abwechselnd und sehr selbstbewusst vortrugen, was sie über Paul Klee aus Büchern und über das Internet herausgefunden hatten. Extra, um ihre Zuhörer zu amüsieren, erzählten sie, dass er sich sehr oft verliebte, bis er in seiner Frau Lily Stumpf die Richtige fand, und dass sein Onkel Fritz als dickster Mann der Schweiz galt.

„Burg und Sonne“, „Rosenwind“ oder „Wachstum im alten Garten“, das waren einige der Klee-Bilder, die sich die Schüler zum Vorbild genommen hatten, um sich selbst in einem ähnlichen Stil zu versuchen. Zu den Gästen der Ausstellungseröffnung gehörten auch Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz, Ortsbürgermeister Karl Lange und Bürgermeisterkandidat Thomas Priemer, dazu Angehörige der Senioren und der Kinder. Sie alle drängelten sich vor den Exponaten und ließen sich erklären, wie sie entstanden waren. Wer sich selbst ein Bild machen möchte, kann dazu in den nächsten Wochen einfach so im Seniorenheim vorbeikommen. cok

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