Exten

Bauer Giese als „Fernsehstar“

Hartmut Giese mit Moderatorin Inka Bause, schon heute Quotenbringerin bei „Bauer sucht Frau“, auf dem norwegischen Hof, auf dem sich die Kandidaten in der TV-Serie als Landwirte beweisen müssen . pr.

Hartmut Giese mit Moderatorin Inka Bause, schon heute Quotenbringerin bei „Bauer sucht Frau“, auf dem norwegischen Hof, auf dem sich die Kandidaten in der TV-Serie als Landwirte beweisen müssen . pr.

Exten. Von Hartmut Giese, der seinen Familiennamen seit 1993 zum Gütezeichen für Direktvermarktung bäuerlicher Erzeugnisse entwickelt hat, war zum Thema „Fernsehkarriere“ bislang so gut wie nichts zu hören gewesen. Der Extener Landwirt hat nämlich vertragsgemäß dicht gehalten, seit dem letzten Drehtag in Norwegen Anfang August 2009.

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Seit der Fernsehsender vor drei Wochen die Werbung für die Serie gestartet hat, steht in Gieses Hofladen eine kurze Presseinformation des Senders und im Dorf ist es rum: „Hartmut kommt im Fernsehen.“ Und jetzt darf Giese auch selbst über die Geschichte reden, ohne Interna zu preiszugeben, versteht sich.

„Anfang Juni 2009 hat sich Endemol Deutschland bei mir gemeldet und angefragt, ob ich mir vorstellen könnte, in einer Serie mitzuwirken als ‚Seniorfarmer Hartmut‘ und landwirtschaftlicher Berater des Filmteams und der Kandidaten.“ Wie Endemol gerade auf ihn gekommen sei, könne er sich allerdings nicht erklärten. Beim Casting auf seinem Hof hat Giese dann derart überzeugt, dass ihn RTL für die Rolle in „Die Farm“ engagiert hat. Einzige bittere Pille: Giese musste sich ausgerechnet in der Erntezeit für die Dreharbeiten sieben Wochen lang verabschieden. Doch die Familie drängte: Wir managen das schon. So hat Giese sein Bündel geschnürt und ist zum Filmabenteuer nach Norwegen geflogen.

Und darum geht es: Zwölf grundverschiedene Kandidaten müssen in abgeschiedener Einöde in Norwegen eine verlassene Farm aus ihrem 100-jährigen Dornröschenschlaf wecken und erfolgreich wieder in Betrieb nehmen – ohne fließend Wasser, ohne Strom.

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Hier setzt die Aufgabe von Giese ein. Als Agrarfachmann muss er die Teams einweisen und ihnen ihre Wochen-Aufgaben überbringen. Eine der Aufgaben ist beispielsweise der Bau eines Schweinestalls. Außerdem scheidet nach bewährtem Dschungelcamp-Konzept wöchentlich ein Kandidat aus, bis am Ende der Farmer des Jahres übrig bleibt.

Für ihn selber sei die Zeit in Norwegen eine „eindrucksvolle Erfahrung, aber auf keinen Fall Urlaub gewesen, weil ich wirklich gearbeitet habe“, schildert Giese. „Wegen der Mittsommerzeit haben jeweils drei der vier Filmteams im Schichtdienst von morgens sechs bis abends um 24 Uhr gedreht“. Er habe trotz Zeitdruck dennoch die norwegische Landschaft mit ihren Bergen und Seen direkt vor der Haustür genießen können und sei manchmal nachts aufgestanden und bis drei Uhr morgens kilometerweit spazieren gegangen oder habe geangelt.

Giese hat nicht im Farmhaus, sondern zusammen mit den Filmteams in einem Wanderheim eine halbe Fahrstunde vom Drehort entfernt gewohnt und war von der Zusammenarbeit begeistert: „Die Chemie zwischen uns hat von Anfang an gestimmt“. Ebenso mit Moderatorin Inka Bause mit ihrem Team, „das uns zweimal pro Woche begleitet hat“. Im Zuge der Dreharbeiten hat Hartmut Giese erlebt: „Die Norweger sind herzlich und offen und auch die heimische Küche hat sehr gut geschmeckt.“

Für die letzte Woche vor Drehschluss habe dann RTL auch seine Ehefrau Margarete eingeladen, erzählt Giese. „Und da sollten wir beide an einem Abend so kochen wie zu Hause“ – also die original Bauer-Giese-Röstkartoffeln mit Koteletts und frischem Salat. Die Filmleute seien begeistert gewesen, allerdings habe es Überzeugungsarbeit gebraucht, einen norwegischen Berufskollegen klarzumachen, das zu dem Gericht kleine Kartoffeln gehören. „Er hat gesagt, die kriegen bei ihm sonst nur die Schweine“, schmunzelt Giese, der inzwischen auch gedanklich wieder auf dem heimischen Hof angekommen ist. „So eine lange Zeit bin ich ja noch nie von zu Hause weg gewesen“, blickt er zurück. „Und wir beide waren auch noch nie so lange getrennt voneinander“, bestätigt Margarete Giese.

„Ich habe meine Familie während dieser sieben Wochen eigentlich nicht vermisst, weil wir ja täglich telefoniert haben, aber meine Emma, die hat mir sehr gefehlt, weil sie ja nicht telefonieren kann“, bekennt Giese im Rückblick. Emma ist die vierjährige Labrador-Hündin, die ihren Bauern Giese über alles liebt und unter der Trennung am meisten gelitten und sich nach dem Wiedersehen am meisten gefreut hat. „Und jetzt sind wir alle gespannt wie die Hündin reagiert, wenn Hartmut auf RTL kommt“, scherzt Margarete Giese. Emma ist nämlich begeisterte Fernsehzuschauerin und kann Menschen und Tiere auf der Mattscheibe unterscheiden und sogar Stimmen erkennen. who

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