Rinteln /<wbr> Bewährungsstrafe

Doping und gefälschte Potenzmittel verkauft

Die römische Göttin der Gerechtigkeit Justitia steht mit einer Waage und einem Richtschwert in den Händen auf dem Gerechtigkeitsbrunnen am Römer in Frankfurt am Main im Januar 2008. Die Göttin aus der römischen Mythologie gilt als Wahrzeichen und Symbol der Justiz und der Gerechtigkeit. Foto: Frank May +++(c) dpa - Report+++null

Die römische Göttin der Gerechtigkeit Justitia steht mit einer Waage und einem Richtschwert in den Händen auf dem Gerechtigkeitsbrunnen am Römer in Frankfurt am Main im Januar 2008. Die Göttin aus der römischen Mythologie gilt als Wahrzeichen und Symbol der Justiz und der Gerechtigkeit. Foto: Frank May +++(c) dpa - Report+++null

Rinteln. Der Rintelner, der über einen längeren Zeitraum steroide Anabolika und gefälschte Potenzmittel mit Gewinn verkauft hatte, muss demnächst außerdem 200 Stunden gemeinnützig arbeiten. So lautete das Urteil des Schöffengerichts unter Vorsitz von Richter Christian Rost, das mit der Entscheidung vollständig dem Antrag von Oberstaatsanwalt Klaus Jochen Schmidt folgte.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

 Insgesamt wurden dem Angeklagten acht Straftaten zur Last gelegt, darunter auch der Versuch, zwei scharfe Waffen auf dem Postweg nach England zu verschicken.

 Der Verstoß gegen das Waffengesetz ereignete sich im November 2010. Damals erwarb der Rintelner von einem gesondert verfolgten Mann eine Pistole Walther PKK mit Magazin und sieben Patronen sowie eine Beretta mit Magazin und zwölf Patronen. Unter Angabe eines fiktiven Absenders und einer falschen Warenbeschreibung verschickte er die Waffen an einen britischen Staatsbürger. Die Schusswaffen wurden jedoch entdeckt und nach der Zustellung von den zuständigen Polizeikräften beschlagnahmt.

 Schwerpunkt der Verhandlung waren jedoch die Verstöße gegen das Arzneimittelgesetz. Der ganze Komplex entwickelte sich in der Fitnessszene: Der Angeklagte betrieb Bodybuilding und nahm selbst anabole Steroide.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

 Ab August 2009 bis Januar 2011 verkaufte der heute 28-Jährige dann steroide Anabolika (im Spitzensport ein Doping-Mittel) und gefälschte Potenzmittel, die er zuvor in Großbritannien erworben hatte, mit Gewinn an Unbekannte. Die in seiner Wohnung sichergestellten Steroide enthielten Wirkstoffmengen, welche die in der Dopingmittel-Mengenverordnung festgelegten Grenzwerte zum Teil überschritten.

 Laut einem weiteren Anklagepunkt versandte der Mann im März 2011 drei Postpakete, die aber wegen Nichtzustellbarkeit bei der Paketermittlungsstelle der Deutschen Post DHL in Wuppertal gelagert und dann beschlagnahmt wurden. Sie beinhalteten verschiedene gefälschte Arzneimittel, Potenzmittel und anabole Steroide.

 Ein halbes Jahr später wurde ein aus Großbritannien an den Rintelner adressiertes Postpaket angehalten und beschlagnahmt. Darin befanden sich 330 Ampullen Testosteron Enantat.

 In der Folgezeit wurden weitere an ihn adressierte Pakete sichergestellt. Inhalt von zwei Paketen kurz vor Weihnachten 2011: 795 Ampullen Anabolika. Anschließend fanden Ermittler in seiner Wohnung unter anderem fünf Blister gefälschtes Viagra. Der Angeklagte wurde dann festgenommen und wanderte für gut zwei Wochen in Untersuchungshaft.

 Vor Gericht zeigte er sich reumütig und geständig. Inzwischen hat der Mann die alten Kontakte gekappt und mitgeholfen, andere Beteiligte zu überführen.

Mehr aus Rinteln

 
 
 
 
 
Anzeige
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Letzte Meldungen

 
 
 
 
 
 
 
 
 

Spiele entdecken