Rinteln / Ernennung

„Ein Lehrer beeinflusst die Ewigkeit“

 Uwe Mensching (Landesschulbehörde, links) überreicht Thorsten Rudolf die Ernennungsurkunde zum Oberschuldirektor.

 Uwe Mensching (Landesschulbehörde, links) überreicht Thorsten Rudolf die Ernennungsurkunde zum Oberschuldirektor.

Rinteln (dil). Er versicherte: „Ein Lehrer beeinflusst die Ewigkeit, hat ein berühmter Mann gesagt. Eine Schule zu leiten, ist eine noch mal viel größere Herausforderung, der ich mich aber gern stellen möchte.“

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 Dezernent Uwe Mensching von der Landesschulbehörde hatte die Ernennungsurkunde übergeben und wichtige Anforderungen an einen Schulleiter aufgezählt: Verständnis, Geduld, Beharrlichkeit, Durchsetzungskraft, Verlässlichkeit, Kooperations- und Teamfähigkeit sowie die Liebe zur Schule. Mensching: „Das ist gefragt, und das haben Sie.“ Ein Schulleiter sei wie ein Kapitän, der eine Mannschaft braucht, die das Schiff in Bewegung hält, sich um das Wohl der Passagiere kümmert und diese sicher ans Ziel bringt. Mit diesem Ziel müssten sich aber alle identifizieren, dafür sei Führungskraft des Kapitäns nötig. Den Schülern müssten bestmögliche Chancen für die berufliche Zukunft geboten werden.

 Kreisschulamtsleiter Ralf Mahnert gratulierte Rudolf im Namen des Schulträgers Landkreis und wünschte gute Zusammenarbeit bei der Verbesserung der baulichen Situation der Oberschule. Der Erste Stadtrat Jörg Schröder würdigte die personelle Kontinuität durch Rudolfs Ernennung. Drei Schülervertreter bekannten: „Sie sind uns ans Herz gewachsen, nicht nur Ihre Frisur ist einzigartig.“ Wissensweitergabe mit Humor, das motiviere zum Lernen. Rudolf sei ein Vorbild, sehe in jedem Schüler nur das Gute, könne Konflikte verhandeln und lösen, sei nie ungerecht.

 Christian Hunsche, tags zuvor zum Stellvertreter des Direktors ernannt, erklärte, sich um diesen Posten nur beworben zu haben, weil Rudolf sein Chef sein würde. „Du begeisterst durch unglaubliche Motivation, Fleiß, Durchhaltevermögen, Enthusiasmus und Energie – und das mit unaufdringlicher, freundlicher und offener Art sowie einer ordentlichen Portion Humor. Du bist einfach ein guter Typ, da kann man nicht meckern. Du bist einfach ein Pfundskerl. Es kommen noch gewaltige Aufgaben auf uns zu. Dabei kannst Du auf ein großartiges Kollegium zurückgreifen.“ Dieses Kollegium sicherte als Lehrerchor gesanglich Unterstützung zu: „Pack es mit uns an, es gibt viel zu tun, mach es richtig gut, geh es richtig an, denn Du bist jetzt dran.“ Tanz-AG und Schulband unterhielten bei der Feierstunde mit kleinen Auftritten.

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 Rudolf war sichtlich gerührt. Er habe den schönsten Beruf der Welt, der in der Öffentlichkeit aber zwischen mitleid und Verachtung stehe. „Aber wir arbeiten hier im pädagogisch spannendsten Bereich zwischen Kindheit und Mündigkeit. Veränderung ist dabei ein ständiger Prozess, den wir annehmen und gestalten müssen.“

 Die Feierstunde fand in dem Klassenraum statt, den er einst als Bewerber auf eine Lehrerstelle aufgesucht habe. Die Entscheidung fiel für Rinteln, gegen den Verbleib in Hannover.

 Dann kamen der Aufbau der Oberschule, das Verkraften vieler personeller Wechsel und Aufbauen eines engagierten Mitarbeiterteams. Alles scheint gut gelungen, die Akzeptanz der Oberschule im ersten Jahr ist gut gewesen, und auch im bevorstehenden zweiten Jahr können aller Voraussicht nach wieder vier fünfte Klassen gebildet werden. „Auch das Lehrerkollegium hätte gern mehr Planungssicherheit“, sagte Rudolf in Richtung der Vertreter von Stadt, Landkreis und Landesschulbehörde. Es geht darum, ob und wann die Oberschule zur IGS wird. Ob auf Wunsch der Stadt Rinteln dafür jetzt bald ein Antrag beim Land gestellt wird, war gestern Nachmittag bereits Thema im Schulausschuss des Landkreises.

 Der Leiter des Gymnasiums Ernestinum, Reinhold Lüthen, lobte die bisher gute Zusammenarbeit. Rudolf betonte, Oberschule und Ernestinum seien die beiden großen Schulen in Rinteln im Sekundarbereich. Es gelte, ein gutes vorhandenes Netzwerk der Oberschule weiter zu pflegen: „Wir wollen mit allen in Rinteln gut zusammenarbeiten.“

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