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Urteil

Fünf Jahre nach Autokauf noch Geld schuldig

Bei Heike Grote im Rathaus läuft alles zusammen. Hier hat sie die neue Startseite der Homepage für Rinteln auf dem Bildschirm.

Rinteln/Bückeburg. Mehr als fünf Jahre nach einem Autokauf und mehreren Versuchen, das hiermit in Zusammenhang stehende Betrugsverfahren abzuschließen, könnte der Fall jetzt tatsächlich zu den Akten gelegt werden: Weil der 38 Jahre alte Angeklagte ohne Entschuldigung nicht zur Verhandlung erschien, verwarf der Vorsitzende Richter Thorsten Garbe die Berufung des Mannes gegen das erstinstanzliche Urteil des Amtsgerichtes Rinteln.

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Dieses hatte gegen den 38-Jährigen im Frühjahr eine Geldstrafe in Höhe von 1250 Euro wegen Betruges verhängt. Der Grund: Im Herbst 2013 hatte der Angeklagte ein Auto für 850 Euro erworben und den Kaufpreis für den Wagen bis heute nicht vollständig bezahlt. Die Verkäuferin wartet noch immer auf die verbliebenen 105 Euro.

Zur Chronologie: Im September 2013 erwarb der Angeklagte das damals zwölf Jahre alte Fahrzeug für 850 Euro. Der Verkäuferin händigte er sofort 100 Euro aus, die restlichen 750 Euro sollten in drei Monatsraten zu je 250 Euro auf ihr Konto fließen. Von Anfang an erzählte der Mann ihr, er beziehe Hartz IV. Er könne sich das aber schon leisten.

Einen Tag nach Vertragsabschluss wurde das Auto abgeholt, Fahrzeugbrief und Fahrzeugschein wurden ebenfalls übergeben. Als die erste Rate im November 2013 ausblieb, vertröstete er die Verkäuferin. Später beanstandete er einen Getriebeschaden, auch von einer defekten Kupplung am Auto war die Rede. Nach Angaben der Frau wurde der Pkw kurz vor dem Verkauf in einer Werkstatt durchgecheckt. Technisch, so das Urteil, sei der Wagen einwandfrei. 1500 Euro könne sie als Verhandlungsbasis anbieten.

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Mehrere Versuche

In der Folgezeit gab es seitens der Justiz mehrere Versuche, dieses Betrugsverfahren abzuschließen. Dabei wurde auch eine Einstellung vereinbart, wenn der Mann die ausstehenden 750 Euro an die Verkäuferin zahlt. Ein Großteil der Summe ist danach auch geflossen – 105 Euro blieben jedoch noch offen. Damit scheiterte eine Einstellung des Verfahrens, es kam zum Strafprozess in Rinteln. Zu diesem erschien der Angeklagte nicht, wurde aber von seiner Verteidigerin vertreten.

Nach der Verurteilung zu der Geldstrafe von 1250 Euro legte der Mann Berufung ein – und kam nun auch nicht zum Landgericht Bückeburg. Bleibt abzuwarten, ob mit der jetzigen Verwerfung der Berufung wirklich das letzte Wort in der Sache gesprochen ist. Unklar ist auch, was aus dem Auto geworden ist. Möglicherweise wurde es verschrottet. maf

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