Burghof-Klinik

Für Fachkräfte attraktiv bleiben

Rinteln. Gemeinsam mit den Landtagsabgeordneten Karsten Becker und Dirk Adomat sowie Bürgermeister Thomas Priemer (alle SPD) hörte sie dem Team des Fachkrankenhauses für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie zu.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Vor allem wurden zwei Bereiche angesprochen: die überbordende Bürokratie und die Stärkung psychiatrischer Hilfe. Dazu gehöre zum Beispiel, dass Langzeitarbeitslosen Unterstützung angeboten werde, denn sie seien von psychischen Problemen häufiger betroffen als der Durchschnitt. Die Burghof-Klinik könne psychisch Kranken helfen, „Hartz-IV-Karrieren zu durchbrechen“, so Becker.

Klinik kooperiert mit 17 Betrieben

Des Weiteren bietet die Klinik heimischen Betrieben psychologische Sprechstunden für deren Mitarbeiter an: Besteht ein Vertrag, können Mitarbeiter der Betriebe die Sprechstunden aufsuchen, ohne dass der Betrieb etwas davon erfährt. Derzeit bestehe diese Kooperation mit 17 Betrieben, doch sie soll ausgeweitet werden. Dies soll dazu dienen, Ausfälle durch psychische Erkrankungen zu verhindern und psychologische Hilfe vom Stigma zu befreien.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

„Immer mehr Bürokratie lastet auf uns“, benannten der Ärztliche Direktor, Professor Dr. Detlef Dietrich sowie Geschäftsführer Dr. Bernd Kuglin ein drängendes Problem. Es gebe immer mehr Anforderungen zu erfüllen. Dies müsse „mit guter klinischer Arbeit“ vereinbar bleiben. Doch die zunehmenden Anforderungen bei der Dokumentation drohten, das Fach unattraktiver machen. Dabei stehe dem sozialen Bereich eine „Kostenexplosion“ bevor, da immer mehr Menschen beispielsweise psychiatrische Hilfe benötigten. „Der Bereich wächst. Uns stehen große strukturelle Veränderungen bevor“, so Klinik-Gesellschafter Dr. Axel Weibezahl. Auch die Ärztliche Direktorin Professorin Dr. Petra Garlipp betonte, dass bürokratische Anforderungen erst nach Rücksprache mit den Praktikern gestellt werden sollten, da sich manche Forderungen praktisch nicht erfüllen ließen.

Außerdem müsse die Psychiatrie als Fach insbesondere bei Studenten und jungen Ärzten gestärkt werden, so Dietrich: Es sei wichtig, dass dieser Bereich für Fach- sowie Pflegekräfte attraktiv bleibe.

„Leitbild wird hierwirklich gelebt“

Diese Appelle wolle sie mit nach Berlin in ihre Arbeitsgruppen nehmen, sagte Völlers. Die gebürtige Bückeburgerin ist im Bundestag Mitglied im „Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung“ sowie stellvertretendes Mitglied im Gesundheitsausschuss. Daher sei sie an gesundheitlichen Themen besonders interessiert, betonte Völlers. Die Burghof-Klinik als „wichtige Einrichtung für die Region“ sei da ein besonderes Beispiel. „Das Leitbild wird hier wirklich gelebt“, lobte Adomat. Die Klinik sei ein „Spiegel der Region“ und komme ihrer fachlichen, regionalen und sozialen Verantwortung nach.

Nicht vergessen dürfe man außerdem, so Becker, dass die Burghof-Klinik mit aktuell rund 260 Mitarbeitern einer der größten Arbeitgeber der Region sei. Dass sie in vielen deutschlandweiten Rankings so gut abschneide, sei "nicht selbstverständlich". "Schaumburg ist auf dem Weg zur Gesundheitsregion", so Becker. mld

Mehr aus Rinteln

 
 
 
 
 
Anzeige
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Letzte Meldungen

 
 
 
 
 
 
 
 
 

Spiele entdecken