Brückentor

Handel beklagt Scheitern

RINTELN. „Wir hatten gehofft, dass durch einen großen Textilisten an dieser Stelle wieder mehr Leben in die Stadt kommt“, erläutert Jörg Reinecke als einer der Sprecher der Einzelhandelsvereinigung das Bedauern. Dass dies nötig ist, steht auch für Thomas Gieselmann und Stefan Brendel aus der Gruppe außer Frage: „Rinteln hat in den vergangenen Jahren einige attraktive Geschäfte verloren. Nur Neuansiedlungen in entsprechender Größe können diesen Aderlass ausgleichen und die Innenstadt wieder attraktiv machen.“

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Wer letztlich die politische Verantwortung für das Scheitern der Verhandlungen mit dem Bremer Investor trägt, ist für die Händler zweitrangig. Ihnen geht es darum, mit „aller Kraft zu versuchen, das Projekt doch noch zu verwirklichen“. Das Argument des Zeitdrucks könne dabei keine Rolle spielen. Zum einen habe die Politik mehr als ein Jahr Zeit gehabt, um Gespräche mit dem Investor zu führen und sich ein Urteil über dessen Pläne zu bilden, und zum anderen habe schon das vor Jahren erstellte Cima-Gutachten eindeutig aufgezeigt, wo in Rinteln der Schuh drückt: Die Verkaufsflächen in der Innenstadt sind einfach zu klein im Vergleich zum Handel an der Peripherie. „Dass etwas passieren muss, weiß der Rat also schon seit Jahren“, beklagt Gieselmann das Fehlen langfristiger politischer Entwicklungsvisionen.

"Große Chance" verpasst

Das Scheitern der Brückentorpläne ist aus Sicht des Handels nicht nur wegen des ausbleibenden Zuwachses an Verkaufsfläche verheerend. Mindestens ebenso schlimm sei die Tatsache, dass der in die Jahre gekommene Gebäudekomplex auf absehbare Zeit nicht renoviert wird und auch die geplante Öffnung zur Weser hin vorläufig nicht stattfindet. „Dabei wäre das eine große Chance für die Stadt“, weiß sich Brendel mit seinen Kollegen einig.

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Auch in der zuletzt lebhaft diskutierten Frage des Brückentorsaals herrsche Einmütigkeit. „Aus unserer Sicht ist ein Saal an dieser Stelle verzichtbar“, bekräftigt Reinecke. Lieber würde der Handel ein Mehrzweck-Angebot im Bereich der Burgfeldsweide sehen: Größer als der jetzige Saal und mit entsprechenden Parkplätzen und Außenflächen, damit „wir bei uns auch einmal so etwas wie die Regionalschau organisieren können“.

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