Rinteln / Hochwasser

Hochwasser erreicht Rinteln – und steigt

Der Altstadt steht das Wasser bis zu den Füßen – hier symbolisch auf dem Weseranger, heute aber wohl nicht in echt.

Der Altstadt steht das Wasser bis zu den Füßen – hier symbolisch auf dem Weseranger, heute aber wohl nicht in echt.

Rinteln (di, tol). Gestern Morgen mussten in Rinteln mehrere Straßen aufgrund eintretenden Hochwassers gesperrt werden, weitere folgten im Laufe des Tages. Am Abend waren nicht mehr befahrbar: Hartler Straße, Dankerser Straße, Weseranger, in Krankenhagen Hinter der Exter und Friedrichshöher Straße. Die Polizei rechnet mit weiteren Sperrungen im Bereich Exter Feld.

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Die Bewohner der abgestellten Wohnmobile an der Dankerser Straße sind gestern von der Polizei geweckt worden. Sie konnten unbeschadet den schon überfluteten und aufgeweichten Platz verlassen. Ein Camper hatte sein Wohnmobil aus dringenden Gründen in Rinteln stehen gelassen. Er konnte zwar von der Polizei erreicht werden, hatte aber eine längere Anfahrt. Sein Wohnmobil wurde von einem Bauhoffahrzeug gegen 14.20 Uhr aus den Fluten gezogen.

Auch die Halter der im Parkhaus Hartler Straße geparkten Fahrzeuge wurden von der Polizei verständigt. Am Doktorsee haben Mitarbeiter gestern damit begonnen, tiefer stehende Campingwagen auf höhere Flächen zu ziehen – am Abend waren es um die 200. „Wenn es auf ein Niveau steigt wie 2003, dann müssen wir heute wohl einige Wohnwagen weiterschleppen auf dafür bereitstehende Flächen im Industriegebiet“, sagt Uwe Deppe, Geschäftsführer der Doktorsee GmbH. Ebenfalls am Doktorsee hat sich gestern die Mannschaft der DLRG-Rettungswache daran gemacht, Sandsäcke zu füllen, um ihr Gebäude zu schützen.

Der Pegelstand an der Hindenburgbrücke wurde gestern um 7.40 Uhr mit 5,50 Metern abgelesen. Am Nachmittag waren 5,90 Meter erreicht. Im Laufe des Tages wurde von der Stadtverwaltung erwartet, dass der Wasserstand noch auf sechs Meter steigt. Weil die Meldestufe 2 (für Rinteln: fünf Meter) an allen Pegeln der Weser, im Leine- und Allergebiet erreicht ist, hat der Überregionale Hochwasserdienst (ÜHWD) eingesetzt.

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Die Autofahrer haben gestern noch munter die Verbotsschilder missachtet, teils auch, um sich das Hochwasser anzusehen. Unfälle oder liegen gebliebene Autos gab es laut Polizei nicht.

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