Exten / Ortsratssitzung

Islamischer Friedhof in Exten?

Der neue Friedhof in Exten: Im östlichen (links hinten) Bereich könnten künftig Bestattungen nach islamischem Ritus stattfinden.

Der neue Friedhof in Exten: Im östlichen (links hinten) Bereich könnten künftig Bestattungen nach islamischem Ritus stattfinden.

Exten (pk). Demnach soll ein Teilbereich des neuen Extener Friedhofs für Bestattungen nach islamischem Ritus genutzt werden. Die SPD-Fraktion des Rintelner Stadtrats hatte auf Ansinnen der Türkisch-Islamischen Gemeinde einen Antrag auf einen islamischen Friedhofsbereich gestellt (wir berichteten).

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 Schröder hat sich bereits gemeinsam mit dem Vorsitzenden Murat Demirel und dem Imam Idris Tasova von der Türkisch-Islamischen Gemeinde, Pastor Wolfram Wiemer von der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Exten-Hohenrode und Superintendent Andreas Kühne-Glaser vor Ort ein Bild von dem angedachten Friedhofsbereich gemacht. Etwa 30 Quadratmeter des östlichen Bereichs des neuen Friedhofs sollen demnach den Muslimen bereitgestellt werden. Von den übrigen Gräbern solle der islamische Bereich durch eine Hecke abgetrennt werden. Von allen fünf sei dieser Plan für geeignet befunden worden.

 Eine Satzungsänderung des Friedhofs sei nicht nötig. „Die Toten müssen nur mit dem Gesicht in Richtung Mekka bestattet werden und das ohne Sarg. Die Angehörigen schaufeln das Grab selbst zu. Und die nach islamischen Ritus angelegten Gräber müssen sich in einem vom Rest des Friedhofs abgegrenzten Bereich befinden“, erläuterte Schröder. Die Stadt bitte aber zunächst um ein Votum des Ortsrats.

 Auf Anregung von Ortsbürgermeister Thorsten Kretzer (CDU) beschloss der Ortsrat, dass sich vorab der Kirchenvorstand beraten solle, der im Oktober wieder tage. Dann könne sich der Ortsrat im November wieder zusammensetzen und darüber entscheiden.

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 Ortsratsmitglied Manfred Requadt (SPD) wollte von Schröder wissen, wieso die Wahl der Stadt bei der Suche nach einem geeigneten Bereich für die Muslime auf den Friedhof von Exten fiel. Dieser sei zum einen „sehr schön angelegt“, zum anderen böte er den nötigen Platz, so Schröder.

 Er führte aus, dass die Anzahl der islamischen Bestattungen in Deutschland „noch sehr gering“ sei. Aber, wie in dem Gespräch mit den Vertretern der Türkisch-Islamischen Gemeinde deutlich wurde, wolle sich die vierte Generation türkischstämmiger Deutscher immer seltener in der Türkei bestatten lassen, da ihr persönlicher wie familiärer Lebensmittelpunkt Deutschland sei. In Anbetracht dieser Entwicklung sei ein Friedhofsbereich für Muslime folgerichtig.

 Der neue Friedhof in Exten: Im östlichen (links hinten) Bereich könnten künftig Bestattungen nach islamischem Ritus stattfinden. Foto: pk

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