Ganztagsangebot wird ausgeweitet

Kinderbetreuung bis 18 Uhr

RINTELN. Ursprünglich war vorgesehen, das Angebot der Grundschule von vier auf fünf Tage (also montags bis freitags) bis 17 Uhr zu verlängern. Die SPD regte an, dass ein Jahr lang noch die Betreuung bis 18 Uhr aufrechterhalten bleiben solle, denn die Eltern gingen schließlich davon aus, dass sie ihre Kinder noch zu den gewohnten Zeiten in Betreuung geben können.

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Dies dürfe man zulasten der Eltern nicht kurzfristig ändern. Hintergrund: Im „Klabauternest“ können bis zu 40 Kinder bis 16.30 Uhr und bis zu zehn Kinder bis 18 Uhr betreut werden. „Fünf Kinder werden derzeit bis 18 Uhr betreut“, so Amtsleiter Hans-Georg Dlugosch.

„Wenn Eltern diese zeitliche Verlässlichkeit brauchen, werden wir versuchen, diese zu ermöglichen“, so Bürgermeister Thomas Priemer. „Bis zum nächsten Schuljahr“ (2018/19) soll die Betreuung bis 18 Uhr also aufrechterhalten bleiben. In einem Jahr soll dann evaluiert werden. Wenn sich zeige, dass es keinen Bedarf für lange Betreuung gebe, dann werde diese bis 17 Uhr in Kraft treten.

Die Grundschule Nord ist seit dem Schuljahr 2010/11 eine offene Ganztagsschule. Im Schuljahr 2013/14 wurde das Angebot von drei auf vier Tage erweitert. Da sich gesellschaftliche und familiäre Strukturen ändern würden, müsse die Schule reagieren, heißt es im Antrag. Qualifizierte Hausaufgabenbetreuung, Gesellschaft, ein warmes Mittagessen – dies ist nicht in jedem Haushalt gegeben, werde aber ermöglicht durch Ganztagsbetreuung.

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Die Zahlen spiegeln den Bedarf wider: Nehmen derzeit 83 Schüler am Ganztagsangebot teil, sind fürs kommende Schuljahr 135 gemeldet. „Derzeit gibt es geburtenstarke Jahrgänge“, so Priemer. Es gibt also viele Kinder, die an Kitas und Grundschulen kommen, bei gleichzeitig erhöhten Ansprüchen an die Gebäude. Allein durch die Inklusion müssen mehr Räumlichkeiten zur Verfügung stehen. „Wir haben viel Altbausubstanz in der Stadt“, so Priemer. Die Stadt komme beim Nachrüsten an „Grenzen“.

Durch den Übergang des Hortes ins Ganztagsangebot der Grundschule Nord können die Räume, die derzeit Horträume sind, vormittags für Unterricht und nachmittags für Betreuung genutzt werden. Damit würden die Voraussetzungen „für die nächsten Generationen“ geschaffen, so Priemer.

Für die Nachmittagsbetreuung sollen neben Personal des Landes auch vier städtische Mitarbeiter eingesetzt werden, die bislang beim „Klaubauternest“ beschäftigt waren. Die Lehrkräfte würden durch sie ebenfalls unterstützt.

Dass die Eltern aus Rundbriefen oder aus der Zeitung von diesen Planungen erfahren haben, nannten mehrere Ortsratsmitglieder "schwierig". "Dafür entschuldige ich mich", so der Verwaltungschef. Es habe ein "Übermittlungsproblem" gegeben. Künftig würden Schulleitung und Verwaltung für die "jetzt nötige Transparenz" sorgen. mld

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