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Bewährungsstrafe

Marihuana an Rintelner Schüler abgegeben

17.10.2018, Kanada, Toronto: Cannabis-Joints, die mit Zigarettenpapier mit kanadischem Flaggenmuster gerollt sind, werden bei einem legalisierten «Wake and Bake» Marihuana-Event präsentiert. Als zweites Land der Welt nach Uruguay hat Kanada den Anbau und Verkauf von Marihuana landesweit für legal erklärt. Die neue Regelung trat in der Nacht zum Mittwoch in Kraft. Foto: Christopher Katsarov/The Canadian Press/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

RINTELN. Der Angeklagte hatte die Droge für 20 Euro im Blumenwall an die 16 und 17 Jahre alten Jugendlichen veräußert. Neben der Bewährungsstrafe muss der von Sozialleistungen lebende Mann demnächst 100 Stunden gemeinnützige Arbeit ableisten.

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Das Schöffengericht unter Vorsitz von Richter Ulf Kranitz wertete die Tat als minderschweren Fall und berücksichtigte dabei unter anderem das Teilgeständnis, die geringe Menge von zwei Gramm und die bisherige Straflosigkeit des 28-Jährigen. Staatsanwältin Karin Dubben hatte zuvor von einem „typischen Straßenhandel“ und „üblichen Konsumeinheiten“ gesprochen. Sie forderte eine Bewährungsstrafe von 15 Monaten für den von Rechtsanwalt Nils-Günther Pengel verteidigten Rintelner. Es sollte ihm die „Chance gegeben werden, den Warnschuss zu begreifen“, fasste die Staatsanwältin zusammen.

Besondere Strafandrohung

An einem Vormittag im Dezember bewegte sich eine etwa achtköpfige Gruppe von Schülern in einer Pause in Richtung Blumenwall. Zuvor hatte einer der Jugendlichen, ein 16-Jähriger, den Angeklagten angerufen und das Marihuana geordert. Während die restliche Gruppe zurückblieb, gingen der 16-Jährige und mit etwas Abstand ein weiterer Schüler (17) zu dem vereinbarten Übergabeort.

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Zu diesem fuhr der Angeklagte mit seinem Fahrrad und händigte zwei Päckchen mit Marihuana für 20 Euro aus. Er habe gedacht, die beiden seien 22 oder 23 Jahre alt, äußerte der Drogenverkäufer im Gerichtssaal. Dies nahm ihm das Schöffengericht aber nicht ab. Dass eine besondere Strafandrohung beim Betäubungsmittelverkauf an Minderjährige besteht – das Gesetz stuft dies als Verbrechen ein –, war ihm nicht bekannt, berichtete er abschließend. maf

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