Luhden / Eröffnung

Schon um 7.30 Uhr mehr als 200 Kunden

Strahlen angesichts der Neueröffnung des Penny-Marktes: Investor Georg-Friedrich von Krogh (rechts) mit Ehefrau Marianne sowie Paul Mühe sen. (von links), Eckhard Bruns und Jakob Rempler.

Strahlen angesichts der Neueröffnung des Penny-Marktes: Investor Georg-Friedrich von Krogh (rechts) mit Ehefrau Marianne sowie Paul Mühe sen. (von links), Eckhard Bruns und Jakob Rempler.

Luhden. "Obwohl im Markt jede Menge Menschen unterwegs sind, herrscht doch keine Hektik", beobachtet Eckhard Bruns. Der Penny-Verkaufsleiter Niedersachsen/Ostwestfalen, dessen Job es seit 28 Jahren ist, Auge und Ohr ganz dicht an der Lebensmittelszene zu haben, zufrieden: "Das liegt an den deutlich breiteren Gängen, die wir jetzt haben."

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Ein großer Tag war es gestern aber nicht nur für das Personal der Rewe-Tochter. Selbst der 76-jährige Investor hatte es sich nicht nehmen lassen, zur Neueröffnung seines Marktes aus Hanstedt (Lüneburger Heide) anzureisen und im Kreise von Repräsentanten aus Wirtschaft, Rathaus und Politik mit einem Glas Sekt drauf anzustoßen. Dieser Investor heißt Georg-Friedrich von Krogh, wurde in Johannisburg (Ostpreußen) geboren und hatte das damals neue Objekt in Luhden vor 14 Jahren von den Gebrüdern Reins erworben; sie veräußerten ihm jetzt nochmal 900 Quadratmeter eines Nachbargrundstücks, das Penny dringend brauchte, um die gewünschten 10,50 Meter nach hinten wachsen zu können.

„Den Markt nach vorne zu erweitern wäre zwar billiger gewesen, aber dann wären 50 Stellplätze weggefallen“, sagt von Krogh. Er hat sich die Erweiterung über 400 000 Euro kosten lassen. Was nicht jeder weiß: Der Sohn eines Forstmeisters und gelernter Importkaufmann war Gründer und langjähriger Eigentümer des Wildparks Lüneburger Heide mit über 1600 Tieren. Weil die Ehe kinderlos blieb, legte von Krogh sein Lebenswerk 1989 in andere Hände. Der Investor: „Im Immobilienteil einer Zeitung las ich, dass in Luhden ein Lebensmitteler mit unterschriebenen Mietverträgen zu verkaufen ist.“ Las es und investierte einen Großteil des Geldes aus dem Tierparkverkauf in die Eilser Immobilie.

Ein dickes Lob hatte von Krogh gestern für die Rewe-Gruppe und ein besonders dickes für die Familie Mühe, die eine Dependance für Fleisch, Wurst, Feinkost sowie Brot und Snacks in dem Objekt unterhält: „Wann immer ich als Hanstedter in den zurückliegenden Jahren einen Handwerksbetrieb brauchte, haben mir die Mühes vor Ort geholfen.“ Ein Lob kommt aber auch von Luhdens Vize-Bürgermeister: „Der Penny-Markt hat wirklich gewonnen“, befindet Hartmut Büscher und sagt auch gleich warum: „Die neue Farbgestaltung erleichtert es den Kunden ungemein, sich zu orientieren.“ Jetzt müsse der Discounter keinen Konkurrenten mehr fürchten.

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Übrigens: In Deutschland gibt es etwa 2400 Penny-Filialen, in Resteuropa nochmals mehr als 800. Der kleinste Penny-Markt Deutschlands liegt in Hamburg-Eilbek an der Wandsbeker Chaussee. Ebenfalls in Hamburg, auf der Reeperbahn, befindet sich die umsatzstärkste Filiale.

Zum Januar 2009 hat Penny 328 "Plus"-Filialen im Bundesgebiet übernommen und diese im ersten Quartal aufs Penny-Konzept umgebaut. tw

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