IGS-Neubau in Rinteln

So ist der formale Ablauf

RINTELN. Der Landkreis als Schulträger und Bauherr wartet auf den formellen Aufstellungsbeschluss zur Änderung des Bebauungsplanes Schulzentrum. Dafür sind die Rintelner Gremien zuständig. Wie berichtet hatte der Bauausschuss nach längerer kontroverser Diskussion bereits zugestimmt. Am kommenden Mittwoch steht das Thema auf der Tagesordnung des nicht öffentlich tagenden Verwaltungsausschusses. In seiner Sitzung am 21. Juni soll dann der Stadtrat entscheiden. Diesen Zeitplan will Bürgermeister Thomas Priemer auch einhalten, um das Verfahren "endlich einzuleiten".

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Ortsrat wird gehört

Auch der Rintelner Ortsrat wird beteiligt, allerdings erst im Verlauf des weiteren Verfahrens, in dem auch die Träger öffentlicher Belange gehört werden und Einwände formulieren können. Der Ortsrat hatte bekanntlich den Tagesordnungspunkt in seiner jüngsten Sitzung abgesetzt. Das nächste Treffen ist für den 25. Juni terminiert. Priemer sieht keine Notwendigkeit, dass sich der Ortsrat vorher noch einmal mit dem Thema befasst, schließlich sei dieser ja im Rahmen des weiteren Verfahrens eingebunden.

Das sieht als nächsten formellen Schritt nach dem Aufstellungsbeschluss die Auslegung des Plans vor. Auch diese muss beschlossen werden. Die ausgelegte Fassung kann sich je nach Beratungsstand übrigens vom jetzigen Entwurf unterscheiden. Vier Wochen lang kann Stellung bezogen werden, bevor abschließend über die Stellungnahmen beraten und über die Änderung des Bebauungsplanes abgestimmt wird.

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Auf Landkreisebene sollen die politischen Gremien kontinuierlich über die aktuellen Entwicklungen informiert werden. Der Bauausschuss des Kreistages tagt wieder am 28. Mai. Überhaupt nicht nachvollziehen kann der Erste Kreisrat Klaus Heimann übrigens Vorwürfe einiger Rintelner Politiker, das bisherige Verfahren sei nicht transparent abgelaufen. Es habe bisher viele Termine vor Ort gegeben, auch die Schulleitungen von IGS und Gymnasium seien eng eingebunden.

Planung der Außenanlagen noch gar nicht erfolgt

Intern laufen die Planungen und Abstimmungen im Kreisbauamt in den nächsten Monaten weiter. Baudezernent Fritz Klebe betonte auf Nachfrage aber noch einmal ausdrücklich, dass es noch keine konkreten Planungen für den Außenbereich der IGS gebe. Bisher hätten die Architekten lediglich unverbindliche Skizzen zu Papier gebracht. Erst nach den Sommerferien sollen die Planungen für den Außenbereich ausgeschrieben werden – und zwar für darauf spezialisierte Fachbüros. Dabei wird zwischen zwei Bereichen unterschieden: der Gestaltung des Schulhofes und der Verkehrsplanung.

In die Verkehrsplanung sollen laut Klebe auch die Ergebnisse der Untersuchungen des Rintelner Experten Norbert Handke einfließen. Handke hatte seine Einschätzung (wir berichteten) während der Bauausschusssitzung in der vergangenen Woche vorgestellt. Seine Kernforderung: Bus-, Pkw-, Fahrrad- und Fußgängerverkehr müssen voneinander getrennt werden, um einen reibungslosen Ablauf und höchstmögliche Sicherheit zu gewährleisten. Dabei komme den sogenannten „Elterntaxis“ große Bedeutung zu. Handke geht davon aus, dass zu Spitzenzeiten 15 Eltern gleichzeitig mit ihren Autos an der Schule halten, um Kinder zu holen und zu bringen. Dafür müssten geeignete Flächen vorgehalten werden.

Klebe dazu: „Es soll möglichst wenige Überschneidungen der einzelnen Verkehre geben.“ Diese Vorgabe fließe in den Planungsauftrag ein. Nach neuesten Erkenntnisse soll auch der Busbahnhof geplant werden, sonst sei überhaupt keine Bezuschussung möglich. Handke war in seiner Erhebung von einem Bedarf von zehn großzügig ausgelegten Bushaltepunkten ausgegangen. Das Schulzentrum werde zwar nicht von mehr Bussen als bisher angesteuert, doch es würden deutlich mehr Kinder ein- und aussteigen.

Bei Verkehrsanbindung und -lenkung muss man zwei Bereiche unterscheiden. Auf dem Grundstück der neuen IGS ist der Landkreis für die entsprechenden Anlagen wie Busbahnhof, Parkplätze oder Haltepunkte für Elterntaxis zuständig. Das Konzept muss eng mit der Stadt Rinteln abgestimmt werden.

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Neuer Nahverkehrsplanfür Rinteln-Süd nötig

Denn die Verkehrslenkung außerhalb ist weitgehend Sache der Stadt. Diese entscheidet mit ihren Planungen und Vorgaben maßgeblich, ob der Kraftfahrzeugverkehr vorrangig über die Burgfeldsweide und die Westumgehung geleitet wird. Im Vorfeld war immer eine Entlastung der Anwohner der Friedrich-Wilhelm-Ande-Straße gefordert worden.

In diesem Zusammenhang muss ein neuer Nahverkehrsplan für Rinteln-Süd entwickelt werden. Kernfrage: Wie viele und welche Bushaltestellen sind nach dem Auszug der IGS noch am Kollegienplatz erforderlich? kk

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