Umstrukturierung

Telefonterror beim Bauhof Rinteln beenden

iefbauamtsleiter Uwe Quindt (von links), Baudezernent Stefan Eggert-Edeler und Verwaltungsmitarbeiterin Sandra Achterberg kümmern sich um reibungslose Abläufe.

iefbauamtsleiter Uwe Quindt (von links), Baudezernent Stefan Eggert-Edeler und Verwaltungsmitarbeiterin Sandra Achterberg kümmern sich um reibungslose Abläufe.

Rinteln. Und: Künftig wird es nur noch eine Telefonnummer geben, unter der Bürger ihre Anliegen vortragen können.

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Damit will Eggert-Edeler Reibungsverluste vermeiden und verhindern, dass die Vorarbeiter des Bauhofs ständig mit Anrufen belästigt werden. „Das sind bis zu 50 Telefonate am Tag“, beklagt er, „und das geht einfach nicht.“ Künftig wird im Rathaus entschieden, wann und mit welcher Priorität der Bauhof welche Aufgaben abarbeitet. Die Umstrukturierung erfolgt, nachdem zuvor Bürgermeister Thomas Priemer bereits sämtliche Baumfällungen in der Innenstadt nach wiederholten Problemen zur „Chefsache“ erklärt hatte.

Chaotische Vergangenheit

In der Vergangenheit sei die Situation am Bauhof teilweise etwas chaotisch gewesen, schildern Eggert-Edeler und Sandra Achterberg. Wegen eines auf die Straße gestürzten Astes rief dann etwa ein Ortsbürgermeister zunächst direkt im Bauhof an, sprach aufs Band. Dann kontaktierte er den Bauhof-Leiter persönlich, während sein Nachbar zeitgleich die Handynummer eines Bauhof-Mitarbeiters wählte. Am Ende war der gleiche kleine Auftrag an drei verschiedenen Stellen aufgenommen worden. Im schlimmsten Fall rückten dann auch noch zwei Mitarbeiter aus.

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Damit soll jetzt endgültig Schluss sein. Eggert-Edeler geht so weit, dass er die mittlerweile weithin bekannten Diensthandynummern der Bauhof-Vorarbeiter ändern wird. Außerdem wird Besuchern der Zutritt zum Bauhof künftig untersagt. „Früher hatten wir regen Publikumsverkehr“, berichtet Achterberg. Das sei künftig schon allein aus Sicherheitsgründen untersagt. Wer sein Anliegen persönlich vortragen möchte, der könne das gerne tun. Allerdings im Rathaus, Klosterstraße 20, im Raum 233 bei Achterberg.

Effizienteres Arbeiten erwartet

Ein weiterer Punkt: Künftig wird über die durchgeführten Arbeiten Buch geführt. Das verhindert Alleingänge und ermöglicht dem Bauamt künftig, genau darzustellen, was man speziell in den Ortsteilen alles geleistet habe. „Ich möchte mit dem Gerücht aufräumen, wir würden dort nicht tätig werden“, sagt Eggert-Edeler.

Er erwartet, dass mit der neuen Organisationsstruktur künftig deutlich effizienter gearbeitet werden kann. So sollen etwa Maßnahmen grundsätzlich gebündelt werden. Dadurch entfielen Leerlaufzeiten bei langen Autofahrten, und man könne Synergieeffekte bei den Fahrzeugen besser nutzen.

Eggert-Edeler ist außerdem wichtig, künftig den Bürgern auch eine Rückmeldung zu geben, ob und wann geforderte Maßnahmen durchgeführt wurden. Kontakt zum Bauhof ist künftig nur noch über die Rufnummer (05751) 403399 möglich. Von 8 bis 14 Uhr ist das Telefon durch Sandra Achterberg besetzt. Die E-Mail-Adresse lautet bauhof@rinteln.de. Wer sein Anliegen persönlich vorbringen will, besucht das Rathaus, Klosterstraße 20, Raum 233.

Neue Struktur

Stefan Eggert-Edeler unterteilt sein Dezernat künftig in drei Ämter. Das Bauamt, geführt durch Andreas Wendt. Es ist zuständig für Bauanträge. Das Hochbauamt, geleitet durch Eggert-Edeler, ist verantwortlich für die Gebäude und Liegenschaften der Stadt. Und das Tiefbauamt, geführt durch Uwe Quindt, kümmert sich um die Straßen und Grünflächen. Hier ist auch der Bauhof zugeordnet. Quindt wurde nach 27 Jahren bei der Stadt Rinteln zum Amtsleiter befördert.

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Von Jakob Gokl

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