Möllenbeck

Verkehrslärm nervt Anlieger

Bundesstraße direkt hinter den Wohnhäusern, Bäume gefällt: Anlieger der Straßen Apfelkamp und In der Neustadt klagen über Verkehrslärm. Besonders Lkw und Motorräder stören.

Bundesstraße direkt hinter den Wohnhäusern, Bäume gefällt: Anlieger der Straßen Apfelkamp und In der Neustadt klagen über Verkehrslärm. Besonders Lkw und Motorräder stören.

MÖLLENBECK. Seit Jahren klagen die Anlieger der Straßen Apfelkamp und In der Neustadt über unzumutbare Belastungen und fordern Abhilfe, zum Beispiel durch ein Tempolimit von 50 Stundenkilometern. Diesen Forderungen haben sich der Ortsrat und Ortsbürgermeister Thorsten Frühmark angenommen. Im Vorfeld der Sitzung fand jetzt auf Anregung Frühmarks ein Ortstermin mit der Verwaltung statt.

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Wie Frühmark mitteilte, habe die Ortsbesichtigung allen Beteiligten die Situation eindringlich vor Ohren geführt. Anlieger hatten immer wieder beklagt, dass ein Aufenthalt im Garten oder auf der Terrasse wegen des Verkehrslärms kaum möglich sei. Besonders Lastwagen und Motorräder machen Sorgen. Schlafen bei offenen Fenster? Keine Chance.

In einem Schreiben an Bürgermeister Thomas Priemer spricht Frühmark von „unerträglicher“ und „aller Wahrscheinlichkeit nach auch gesundheitsgefährdender“ Lärmbelästigung. Verschärft worden sei die Situation noch dadurch, dass im betroffenen Bereich Bäume gefällt worden seien, so Frühmark. Damit sei den Anliegern am Apfelkamp der nahezu letzte Lärmschutz genommen worden.

Geschwindigkeitsbegrenzung sei keine Lösung

Nun sollen unterschiedliche Optionen geprüft und weiterverfolgt werden: Lärmschutzwand, Tempolimit, Flüsterasphalt, Lärmschutzfenster – alles theoretisch denkbar. Doch ob es Chancen auf eine praktische Umsetzung gibt, steht in den Sternen. Einen konkreten Vorstoß will der Ortsrat aber schon in der nächsten Woche unternehmen, damit es vorangeht.

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Nach einer schalltechnischen Untersuchung der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, um die die Stadtverwaltung gebeten hatte, werden die Lärmgrenzwerte für Wohngebiete auf den betroffenen Grundstücken allerdings weder tagsüber noch nachts überschritten. Damit gebe es keine Grundlage für eine „straßenverkehrsrechtliche Maßnahme aus Lärmschutzgründen“. Im Klartext: Für eine Reduzierung von Tempo 70 auf Tempo 50 gebe es keine Grundlage, zumal damit nur eine minimale Verringerung des Schallpegels erreicht werde. Aktuelle Lärmmessungen wurden allerdings nicht vorgenommen. Übliches Verfahren ist es, alte Messwerte auf das heutige Verkehrsaufkommen hochzurechnen.

Zur Ortsratssitzung wird auch der zuständige Mitarbeiter der Landesbehörde erwartet. Frühmark ist zuversichtlich, dass im Dialog mit ihm und mit der Verwaltung Lösungsansätze gefunden werden. kk

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