Die Heimatstadt im Herzen

Der Verlag C. Bösendahl trauert um seinen langjährigen Chef Stefan Reineking

Stefan Reineking mit „seiner“ SZ in der Hand.

Stefan Reineking mit „seiner“ SZ in der Hand.

Rinteln. Nicht nur, dass er 25 Jahre lang an der Spitze des Rintelner Verlages C. Bösendahl stand. Er formte ihn auf außergewöhnliche Art und Weise. Zeigte sich extrem loyal gegenüber seinen Mitarbeitern. Schreckte aber auch vor notwendigen Entscheidungen nicht zurück, um den Verlag sicher durch die technischen und wirtschaftlichen Umbrüche zu führen. Gleichzeitig war er über die Maßen engagiert für seine Heimatstadt. Als Gründungsmitglied von Pro Rinteln war er 21 Jahre in tonangebender Position aktiv, zuletzt als Vorsitzender.

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Auch, dass Schaumburg sich heute einer der ältesten Zeitungen Deutschlands rühmen kann, ist nicht zuletzt Stefan Reineking zu verdanken. Er setzte von Anfang an einen klaren Fokus auf die Redaktion und die lokale Berichterstattung und schärfte so das Profil „seiner“ Zeitungen.

Im Herzen immer Journalist

Reineking trat früh in die Fußstapfen seines Vaters Wilhelm Reineking und fand über den Lokalsport Zugang zum Journalismus. Nach einem Volontariat 1975 bei der Schaumburger Zeitung und der Dewezet lernte er sämtliche Aspekte des Verlagswesens kennen. 1978 wechselte er als Redakteur zur Dewezet nach Hameln, stieg dort 1986 zum Ressortleiter Lokales auf, wechselte zwischenzeitlich als stellvertretender Chefredakteur zurück nach Rinteln und in die damalige Stadthäger Dependance und wurde kurz danach zurück nach Hameln geholt.

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Vor 25 Jahren folgte der Letzte und dann – auf seinen Wunsch hin – auch endgültige Wechsel in seine Heimatstadt Rinteln. Zugleich übernahm er damit als Geschäftsführer auch die Verantwortung über die wirtschaftlichen Geschicke des Verlags. Doch im Herzen blieb Stefan Reineking immer Journalist.

Momente, die in Erinnerung bleiben

Unvergessen bleibt, wie er – die omnipräsente Zigarette in der Hand – Redaktionskonferenzen leitete, und dann einen Gang „durchs Dorf“ antrat, um den Puls der Stadt zu fühlen. Auch als Geschäftsführer war für ihn immer die Maßgabe: Wir verkaufen Anzeigen, um unseren unabhängigen Journalismus zu ermöglichen. Wir machen keinen Journalismus, um möglichst viele Anzeigen zu verkaufen.

Seiner Frau Elke Reineking und der Familie gehört unser tief empfundenes Mitgefühl. r

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