Lauenau

Am Denkmal sollen Bäume fallen

Förster Ralph Weidner (vorn) erklärt den Ausschussmitgliedern mit dem Vorsitzenden Norbert Bruhne, welche Bäume am Denkmal gefällt werden sollen.

Förster Ralph Weidner (vorn) erklärt den Ausschussmitgliedern mit dem Vorsitzenden Norbert Bruhne, welche Bäume am Denkmal gefällt werden sollen.

Lauenau. Gegenüber dem Ausschuss für Jugend, Kultur und Umweltschutz erläuterte Weidner, den der Flecken als Forstsachverständigen dazugeholt hatte, dass in dem Waldstück am Denkmal ein höherer Sicherheitsstandard einzuhalten ist als beispielsweise im Deister, wo Weidner Revierförster ist. Denn mit der Präsenz des Denkmals ziehe die Gemeinde bewusst Spaziergänger an.

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Im normalen Wald gelte das Betretensrecht. Demnach muss die Forstverwaltung lediglich an Wanderwegen beidseitig Sicherheitszonen von einer Baumlänge schaffen, in der Wanderer davon ausgehen können, dass ihnen weder Äste noch Schlimmeres auf die Köpfe fällt. Ansonsten sei ein gewisses Risiko, dass jemand beispielsweise über eine Wurzel stolpert, hinzunehmen.

Anders am Denkmal, dort müssten die Passanten davon ausgehen können, dass sie unversehrt bleiben. Und deshalb sollte der Flecken knapp zehn Prozent der Bäume fällen lassen, weil diese starke Schäden aufweisen und daher eine Gefahr darstellen. Eingewachsene Kronen, zu wenig Licht, viel Todholz – grundsätzlich sei der Zustand des Wäldchens nicht gut. Umweltschutzaspekte seien der Sicherheit der Besucher unterzuordnen, betonte der Förster.

„Wenn hier jemand zu Schaden kommt, interessiert es niemanden, ob in einem Baum ein Specht nistet“, erklärte Weidner am Beispiel einer stattlichen Buche, die aber bereits starke Schadenssymptome zeige. Er habe bereits all jene Gewächse mit pinkfarbigem Lack markiert, die gefällt werden sollten. Lediglich ein pinkfarbenes H weist einige Bäume als Habitatbäume aus, die – wie alle nicht markierten – stehen bleiben.

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Unterm Strich kommt die Gemeinde mindestens kostenneutral aus der Angelegenheit heraus, wenn das Entfernen pro Festmeter Holz 30 bis 35 Euro kostet. Denn der Verkaufspreis liegt bei 55 Euro, sodass sogar eine kleine Einnahme übrig bleiben sollte. Etwa 50 bis 60 Festmeter sind nach Weidners Schätzung zu entnehmen.

Ein Angebot im genannten Bereich liegt bereits vor, allerdings muss das betreffende Unternehmen wohl einen Baumsteiger fürs Entfernen des Todholzes dazunehmen. Der Ausschuss votierte dafür, die Aufräumaktion unter der Regie der Landesforsten in Auftrag zu geben. gus

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