Lauenau / Unternehmen

Casala-Möbel brauchen deutlich mehr Platz

Lauenau (nah). Für Geschäftsführer Daniel van der Winkel, der von den Niederlanden aus das Unternehmen steuert und nach Deutschland inzwischen auch in Großbritannien und Frankreich Filialen eröffnet hat, ist die Expansion gerade in Lauenau nur konsequent. Hier wurde das ursprüngliche Unternehmen 1919 gegründet, das nach dem Konkurs 1995 und zwei weiteren Aufgaben 2001 und 2003 unrühmliche Schlagzeilen machte. 2006 erwarb er das frei werdende Bürogebäude im hiesigen Logistikpark.

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Seither geht es eigentlich nur noch aufwärts: Casala, dessen Name immer noch bei Architekten, Unternehmen und Kunden hohes Ansehen genießt, ist inzwischen regelmäßig auf Fachmessen vertreten – kürzlich mit einer Fläche von hundert Quadratmetern zum ersten Mal auf einer internationalen Schau in Mailand. Van der Winkel sprüht geradezu vor Begeisterung: „Wir haben wieder einen festen Fuß auf deutschem Boden.“

Die Folge: Neben bewährten Stuhlprogrammen gibt es neue Entwicklungen; das Tischsortiment wurde von bisher vier auf jetzt sieben erweitert. Mit dem vorgesehenen Anbau entsteht ein neuer Bezug zum alten Unternehmen. Denn Architekt Siegert Beck, der bereits Stühledesigns entworfen und die Inneneinrichtung des benachbarten Bowlingcenters eingerichtet hat, ist Sohn des früheren Casala-Designers Oswald Beck: Auch auf diese Weise wird an lokale Traditionen angeknüpft.

Mit dem Baubeginn der rund eine Million Euro teuren Investition rechnen die Beteiligten im Juni. Dann wird es aber auch Zeit: Denn in nur sieben Monaten soll rechtzeitig bis zur nächsten Fachmesse „Orgatec“ die Inbetriebnahme erfolgt sein. Nicht zuletzt, um Kunden bei Bedarf vor Ort über die Messetage hinaus Einrichtungen zeigen zu können.

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Der Anbau soll laut Daniel von der Winkel auch dokumentieren, dass Casala „Lauenau treu bleiben“ werde. Trotzdem hat sich der Niederländer gründlich geärgert, dass neben dem architektonisch auffälligen Firmensitz ausgerechnet eine Tankstelle entstehen musste: „Das finde ich ganz fürchterlich.“

„Feniks“ ist recyclebar

Das Möbelunternehmen Casala überrascht die Fachwelt immer wieder einmal mit neuen Entwicklungen. Mit „Feniks“ wurde jetzt ein Stuhl vorgestellt, der „zu hundert Prozent aus recyclebarem Material“ bestehen soll. Ein Klapptisch sorgte für Aufmerksamkeit, weil er halbrunde Tischbeine besitzt und sich durch eine selbst für Damenhände leicht bedienbare Arretierung auszeichnet.

Saaldiener, die nummerierte Stuhlreihen aufstellen müssen, dürften ein Casala-Produkt zum persönlichen Favoriten erheben. Gemeinsam mit Studenten der Universität Delft wurde ein digitales Verfahren entwickelt, dass keine Batterien mehr in den kleinen Anzeigen benötigt. Für Geschäftsführer Daniel von der Winkel sind dies nur drei Beispiele für den Erfindungsreichtum von Tüftlern: „Die Kreativität von Menschen hört eben nie auf.“

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