Schützenfest in Rodenberg

Im Freudentaumel

Karl-Friedrich Döpke und seine Frau Vera lassen sich von der Menge feiern.

Karl-Friedrich Döpke und seine Frau Vera lassen sich von der Menge feiern.

Rodenberg. Von Müdigkeit war im Festzelt trotz des mehrtägigen Feiermarathons nichts zu spüren. Ausgelassen schunkelten die zahlreichen Gäste zu den Klängen der Schaumburger Musikanten unter der Leitung von Ralf Jordan und ließen sich zwischendurch das Festessen des neuen Festwirts René Ahrend schmecken. Oberst Michael Grädener sprach dem Publikum aus der Seele, als er Ahrend in seiner Rede einen „Einstand nach Maß“ bescheinigte.

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Doch der Festwirt war bei Weitem nicht der einzige, den die zahlreichen Gäste mit tosendem Applaus würdigten. Heiko Katurbe, seit 25 Jahren feste Größe beim Schützenfest und ehemaliger Schützenoberst, konnte seine Tränen kaum zurückhalten, als ihm und seiner Frau Kristen minutenlanger Applaus zuteilwurden. Doppelt so lang wirkt Karl-Friedrich Döpke bereits im Schützenfestkomitee mit. Er und seine Frau Vera legten bei der Würdigung seiner Leistungen eine flotte Sohle aufs Parkett.

Rodenberg „infizieren“

Außerdem durfte sich Jürgen Wulf über den Schützenfestverdienstorden freuen. Die viele ehrenamtliche Arbeit sei „der Spirit, den unsere Gemeinschaft ausmacht“, war sich Grädener sicher. „Und wir werden auch den Rest Rodenbergs infizieren, wenn wir genauso weiter machen“, wünschte sich der Oberst.

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Auch Bürgermeister Ralf Sassmann machte in seiner Rede keinen Hehl daraus, wie sehr er die Tradition des Schützenfestes zu schätzen weiß und sprach allen Unterstützern und Spendern – beispielsweise der Deisterbuchhandlung, die 100 Liter Bier zur Verfügung gestellt hatte – seinen Dank aus. „Ohne Spenden wäre so ein Fest in dieser Qualität nicht möglich“, so der Bürgermeister.

Wie besonders das jährliche Spektakel in der Deisterstadt ist, brachte Grädener auf den Punkt: „Wer auf den Fischmarkt will, fährt nach Hamburg. Wer Karneval feiern will, fährt nach Köln. Wer auf das Oktoberfest will, fährt nach München. Und wer einmal richtig Schützenfest feiern will, der kommt nach Rodenberg.“

Heinrich Iglseder holt sich die Königskette

19734390Neuer Bürgerschützenkönig von Rodenberg ist Heinrich Iglseder (Zweiter von rechts) mit 27 Ringen geworden. Er verwies damit Björn Kramer, (links) Arne Jürgens (rechts) und Friedhelm Springinsguth (Zweiter von links) auf die folgenden Plätze. Sebastian Klein ist König der Könige geworden (29 Ringe). Als Jungschützenkönig darf sich für ein Jahr Maik Becker (24 Ringe) titulieren. Mathias Wolf und Christian Bremer sicherten sich noch vor Felix Löffler ein Plätzchen auf dem Treppchen beim Nachwuchs. 29 Ringe reichten Marco Baumgarten, um König der Jungschützenkönige zu werden. js

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