St.-Johannes-Gemeinde

Jahrestag der Weihe gefeiert

Rodenberg. „Es ist sehr schön, dass wir unsere kleine, liebe Kirche so lange haben – vor genau 135 Jahren und elf Tagen ist sie geweiht worden“, sagte der Vakanzpastor Gottfried Heyn am Sonntag vor zahlreichen Gemeindemitgliedern.

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Damals wie heute spielte zu dem Anlass ein Posaunenchor, worüber sich der Pastor ebenso freute wie über den Besuch einiger Vertreter der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) aus Stadthagen, an welche die Rodenberger angegliedert sind. „Zur Zeit der Kirchenweihe hieß unsere Gemeinde aber noch nicht St. Johannes, das Gebäude sah noch anders aus, die Leute und der Pastor waren andere“, sagte Heyn. „Vieles hat sich seitdem verändert, aber mindestens eines ist gleich geblieben: unser sonntäglicher Gottesdienst.“

Gemeinde hat sich durchgesetzt

Bevor der eigene Kirchenbau entstand, feierte die Gemeinde besagte Gottesdienste ab 1874 rund zehn Jahre lang ein Stück die Lange Straße hinauf in einer Wohnung im Haus Nummer 60 (ehemals Steinweg 116). Eng damit verknüpft sind die Namen der damaligen Pastoren, Grentzebach und Wilhelm Rothfuchs; Zweitgenannter wurde zum ersten, ordentlich berufenen Gemeindevorsteher. „Damals wurden die Gemeindemitglieder noch schief angesehen, weil sie aus der Landeskirche ausgetreten waren“, erklärte Heyn. Man setzte sich jedoch durch und fand 1882 schließlich Anschluss an die freie lutherische Kirche.

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In seiner Predigt geht Pastor Gottfried Heyn auf die Bedeutung von Kirchengebäuden ein

In seiner Predigt geht Pastor Gottfried Heyn auf die Bedeutung von Kirchengebäuden ein

In seiner Predigt – für die er einen auf den ersten Blick „seltsamen“ Text gewählt habe, wie Heyn selber sagte – ging der heutige Pastor auf die Bedeutung von Kirchengebäuden ein. „So wichtig und schön es auch ist, wenn eine christliche Gemeinde eine eigene Kirche hat – unser Glaube hängt nicht an äußerlichen Dingen, geschweige denn an Häusern“, sagte er angelehnt an den alttestamentarischen Josua-Ausspruch „Ich aber und mein Haus wollen dem Herrn dienen“. Dennoch seien Kirchenbauten wichtig, viele Menschen bräuchten solche äußerliche Zeichen einfach. „Das ist so ähnlich, wie wenn eine Gemeinde keinen Pastor hat“, ergänzte er.

Die Zeit des Vakanzpastors Heyn in Rodenberg neigt sich nun langsam dem Ende zu. In Kürze wird sein Nachfolger Friedrich von Hering das Amt antreten. Während dessen ersten Jahres als Pfarrvikar wirkt Heyn aber weiterhin beratend im Hintergrund. tro

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