140 Jahre MGV Apelern

Sänger berichten über Traditionen

Den musikalischen Auftakt zum Kommers besorgen die Gastgeber. Das Festzelt ist bis auf den letzten Platz besetzt.

Den musikalischen Auftakt zum Kommers besorgen die Gastgeber. Das Festzelt ist bis auf den letzten Platz besetzt.

Apelern. Die Gastgeber vom Männergesangverein (MGV) Apelern wechselten sich mit der Gemeinschaft Haste/Waltringhausen und den Chören aus Nienbrügge und Pohle in einem großen Melodienreigen ab. Zum Schluss fiel auch eine Stadthäger Abordnung in ein gemeinsames Lied ein.

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Kein Zutritt mit schwarzen Bohnen

Zwischendurch zog Vorsitzender Michael Schwaneberg eine zerbeulte kleine Blechschachtel aus der Tasche. Darin befanden sich schwarze und weiße Bohnen. So sei vor gut hundert Jahren vom Chor über den Neuzugang von Mitgliedern entschieden worden. Waren die schwarzen Früchte in der Überzahl, bekam der Interessent keinen Zutritt.

Heute sind die Sänger von solchen organisatorischen Hürden weit entfernt. Einen flammenden Appell richtete Schwaneberg an die Apelerner, den MGV vor Überalterung und Auflösung zu bewahren.

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In den sechziger Jahren stand der Verein vor dem Aus

Schon einmal hatte der Verein in den sechziger Jahren vor dem Aus gestanden. Damals war es Heinrich Bake, der mit einem legendären Spruch quasi im letzten Moment die letzten verbliebenen Sänger wachrüttelte und einige neue gewann.

Das Erbe der Urgroßväter dürfe nicht untergehen, sagte er damals. Der heute 95-Jährige nickte nachdrücklich, als der Vorsitzende an das Zitat erinnerte, das immer noch deutlich sichtbar an der Wand im Dorfgemeinschaftshaus hängt.

Kölle: "Bereicherung des Dorflebens"

„So alt wie das Bier aus Herford und der Likör aus Wolfenbüttel“ sei der MGV, vermerkte Bürgermeister Andreas Kölle und stellte jeweils eine Flasche davon auf die Bühne. Vielleicht habe beides bei der Gründung mitgewirkt, vermutete er und lobte die „Bereicherung des Dorflebens durch diesen ältesten Verein im Ort“.

Dem Samtgemeindebürgermeister Georg Hudalla wurde eine eigens geprägte Festnadel ans Revers gesteckt, nachdem er gerade dem Vorstand dankte, in einer für Gesangvereine schwierigen Zeit die Mitglieder zu begeistern. Der Vorsitzende der Interessengemeinschaft Apelern (IGA), Heinz Müller, gratulierte in Versen.

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Schwaneberg machte da schon ein zufriedenes Gesicht. Das Festjahr als eine erste große Herausforderung des erst vor wenigen Monaten gewählten Vorsitzenden ist bislang gut gelungen.

Von Bernd Althammer

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