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Elterncafé in Lauenau

Sicherheit mit sechs Spiegeln

Stefanie Sievers hat die Spiegel fest im Blick. Florian Kluczny (in gelber Jacke) erläutert das Restrisiko des Toten Winkels.

Stefanie Sievers hat die Spiegel fest im Blick. Florian Kluczny (in gelber Jacke) erläutert das Restrisiko des Toten Winkels.

Lauenau. Schulelternrats-Vorsitzender Daniel Heidemann musste sogar auf eine Leiter steigen, um sich angesichts des großen Andrangs Gehör zu verschaffen. Gerade erst hatte er die Antworten gesichtet, die nach einer Initiative des Lauenauer SPD-Politikers Mario Kowalik eingegangen waren. Ratsherr und Elternrat hatten die Familien darum gebeten, die aus ihrer Sicht gefährlichen Punkte im Straßenverkehr aufzuzeigen. Unter den 55 Antworten befanden sich auch Hinweise aus Hülsede, Messenkamp und Pohle.

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Doch ganz oben auf der Kritikliste stand die morgendliche Situation an der Straße Im Hausweidenfeld. Hier, direkt zwischen Schule und den beiden Kindergärten Pusteblume und Rappelkiste, gebe es eine „katastrophale Parksituation“, wie Heidemann aus eigenem Erleben bestätigte: „Da könnte ich tolle Videos machen.“ Doch der Vorsitzende merkte zugleich kritisch an, dass Eltern selbst verantwortlich für das Chaos mit „parkenden Zweier- und Dreierreihen“ seien. Er riet, „wenigstens bei schönem Wetter die Kinder zu Fuß zur Schule zu bringen oder auch mal einige hundert Meter zu laufen“.

Kommunale Verantwortung

Eher eine kommunale Verantwortung sah Heidemann bei der mehrfach beklagten Verkehrsführung rund um den ZOB. „Hier wird es bestimmt bald eine ordentliche Lösung geben“, glaubt er den Hinweisen aus der örtlichen Politik im Zuge der Neugestaltung der Ortsmitte. Dagegen sei die ungünstige Parksituation vor Apotheke und Poststelle an der Coppenbrügger Landstraße der Bequemlichkeit der Autofahrer geschuldet: „Auch Autos von Eltern stehen auf dem Zebrastreifen.“

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Für Kowalik sind diese und weitere Hinweise nützlich. „Wir wollen in kleinen Schritten die Sicherheit des Schulwegs verbessern.“ Und dazu gehöre die Sensibilisierung der Bevölkerung. Eine detaillierte Auswertung will der Schulelternrat am 22. Oktober gemeinsam mit dem Lehrerkollegium vornehmen.

Für den zweiten Schwerpunkt des Nachmittags hatte sich Familienvater und Vorstandsmitglied Florian Kluczny einen Lkw seines Arbeitgebers gesorgt. Eltern konnten sich hinter das Steuer setzen und selbst den Toten Winkel ausmachen, in dem ein Fahrer möglicherweise einen großen oder kleinen Passanten übersehen könnte. Doch die Überraschung war groß: Sechs Spiegel sorgen rund um die Kabine für Sicherheit und minimieren die Gefahr. Kluczny will die Aktion im Januar mit einem 40-Tonner-Lastzug in der Ortsmitte wiederholen. Fahrzeuge wie diese sind beinahe täglich als Lieferfahrzeuge auch im örtlichen Gewerbepark unterwegs. nah

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