Felsenkeller-Baugebiet

Sind die Straßen zu schmal?

Eigentlich sind die Straßen im Wohngebiet Felsenkeller nicht breit genug fürs Parken am Rand.

Eigentlich sind die Straßen im Wohngebiet Felsenkeller nicht breit genug fürs Parken am Rand.

Lauenau. Das Wohngebiet Felsenkeller steht möglicherweise vor einem erheblich größeren Problem als bisher angenommen. Ging es in der Auseinandersetzung zwischen Anliegern und Verwaltung bislang vor allem um die geplanten großen Mietshäuser und um ungepflegte Wege, könnte bald die zu geringe Fahrbahnbreite der Straßen in den Fokus rücken.

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Wenn an der Seite Autos parken, ist die verbleibende Fahrbahn zu schmal

Am Rande einer politischen Sitzung im Flecken ergriff Wilfried Bock, der mit der Verwaltung bereits mehrfach wegen vermeintlicher Missstände im öffentlichen Verkehrsraum über Kreuz gelegen hatte, das Wort. Nach seiner Darstellung sind die Straßen im Baugebiet Felsenkeller zu schmal.

Dort können in den meisten Abschnitten rein rechtlich gesehen keine Autos stehen, weil die dann verbleibende Fahrbahnbreite das erforderliche Maß von drei Metern unterschreiten würde.

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Ergo: Abgesehen von einigen wenigen Bereichen müsste seiner Auffassung nach ein absolutes Halteverbot ausgeschildert werden. Zwar sind diese Fragen in Richtung Verwaltung eigentlich verkehrt adressiert. Denn der Investor, die Sparkasse, ist aktuell noch für die Straßen im Wohngebiet – ebenso wie in dem im Werden befindlichen zweiten Abschnitt – zuständig. Doch es gilt als abgemachte Sache, dass Lauenau die Straßen bald von dem Investor übernimmt.

Anlieger müssen auf Grundstücken Parkplätze für eigene Fahrzeuge anlegen

Bock, der von Berufs wegen Verkehrsexperte ist, erkundigte sich, ob die Gemeinde nach der Übernahme der Straßen, für die sie dann auch die Verkehrssicherungspflicht hat, die Überwachung des Parkverbots gewährleistet. Gemeindedirektor Sven Janisch bejahte die Frage. Grundsätzlich überwache das Ordnungsamt den ruhenden Verkehr, die Polizei sei für den rollenden Verkehr zuständig.

Doch er deutete an, dass er eine Lösung in gelebter Praxis erwartet. „Jeder Verkehrsteilnehmer muss selbst entscheiden, ob er sein Fahrzeug dort abstellt“, sagte Janisch. Grundsätzlich müssten die Anlieger auf den eigenen Grundstücken ausrechend Parkplätze für eigene Fahrzeuge schaffen. Im Straßenraum sollen nur Besucher und Dienstleister halten.

Rettungsdienst und Müllfahrzeuge kommen gegebenenfalls nicht durch

Bock insistierte, dass eine laxe Handhabung zu erheblichen Problemen führen dürfte, wenn beispielsweise der Rettungsdienst nicht zum Ziel findet, weil Autos den Weg versperren. Auch Abschleppen wäre dann keine Lösung. Zudem müssten die Müllfahrzeuge zurücksetzen, wenn sie nicht durchkommen. Dies ist seit einiger Zeit aber nicht mehr erlaubt.

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Janisch räumte ein, dass nicht alle Aspekte bezüglich des Wohngebiets geklärt sind. Es werde jedoch ein weiterer Termin mit Vertretern des Erschließungsträgers verabredet, um die Ungereimtheiten zu besprechen. Dies werde noch deutlich vor der Übernahme von Straßen geschehen.

Von Guido Scholl

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