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Eine Küche fehlt

So könnten die Raumprobleme der Grundschule gelöst werden

Fachbereichsleiter Jörg Döpke (von links) begucken sich mit Ratsherr Matthias Schellhaus, Schulleiterin Sarah Schultz-Zapke und Ausschussleiterin Elisabeth Rautenberg-Röver die Gymnastikhalle.

Die Ausgangslage: Die Förderschule benötigt immer mehr Räume, weshalb es für die Julius-Rodenberg-Schule enger und enger wird. Eigentümer des Gebäudes ist mit dem Landkreis der Träger der Förderschule. Zwar hat die Grundschule ausreichend Räume für den Unterricht, doch es fehlen ein Werkraum, ein Musikraum, eine Schulküche und kleine Gruppenräume für die Umsetzung des inklusiven Unterrichts und das von Eltern geforderte Ganztagsangebot. Im Idealfall bekommt die Schule pro Klasse einen solchen Raum, was derzeit aber illusorisch ist.

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Lösungsmöglichkeit I: Im Gespräch ist derzeit, die ehemalige Hausmeisterwohnung, die zuletzt die Förderschule genutzt hatte, umzugestalten und dort die Bücherei unterzubringen. Dies würde samt Aufzug – bei einem Umbau muss alles behindertengerecht werden – gut 130.000 Euro kosten. 44,5 Prozent davon müsste die Samtgemeinde tragen. Den freiwerdenden Büchereiraum beansprucht aber die Förderschule.

Ergebnis: Das eigentliche Problem bleibt bestehen. Die Bücherei könnte sich immerhin besser der Öffentlichkeit präsentieren – aber zu einem hohen Preis.

Lösungsmöglichkeit II: In der kleinen Gymnastikhalle wird auf der Empore ein Musikraum eingerichtet. Die Kosten dafür sind unbekannt. Schulausschuss-Vorsitzende Elisabeth Rautenberg-Röver (Grüne) hält dies für pädagogisch unzureichend. Den jetzigen Musikraum beansprucht der Landkreis für die Förderschule, er wird aber auch von der Grundschule wegen des Lärmpegels als nicht ideal beurteilt.

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Im Gebälk unter Dach der Gymnastikhalle hat sich ein roter Ball versteckt. Foto: gus

Im Gebälk unter Dach der Gymnastikhalle hat sich ein roter Ball versteckt. Foto: gus

Ergebnis: Einen Musikraum hätte die Grundschule zwar nach wie vor, doch verbessert würde die Situation nicht. Und die Samtgemeinde müsste ihren Anteil bezahlen.

Lösungsmöglichkeit III: Die Samtgemeinde sucht sich Möglichkeiten, rund um die bestehende Schule Gebäude zu kaufen, um darin beispielsweise Werkraum und Schulküche, möglicherweise den Musikbereich unterzubringen. Ein Neubau wäre ebenfalls denkbar, die Politik liebäugelt mit dem Kauf und Abriss maroder Gebäude in direkter Nachbarschaft. Allerdings müssten dafür die Eigentümer erst einmal gefragt werden, ob und, wenn ja, zu welchem Preis sie verkaufen wollen.

Ergebnis: Sicher würde die Samtgemeinde die Raumprobleme lösen und eine insgesamt stabilere Situation herbeiführen. Aber wie realistisch diese Überlegungen sind, ist schwer zu beurteilen. Die Samtgemeinde müsste die Kosten wohl allein tragen. Im Gegenzug würde weniger Miete für die Nutzung des alten Schulgebäudes anfallen.

Lösungsmöglichkeit IV: Der Landkreis sucht sich einen neuen Standort für die Förderschule, die Jungen und Mädchen aus dem ganzen Schaumburger Land aufnimmt. Dies mag niemand offiziell fordern, allein schon weil der Kreis Hausherr ist und weil die Förderschule beliebt ist. Ob die Samtgemeinde das Schulgebäude – wie gerade in Bad Nenndorf geschehen – vom Landkreis übernehmen müsste, ist unklar.

Ergebnis: Dieser Ansatz ist rein theoretischer Natur. Der Landkreis dürfte kaum Interesse haben, für viel Geld ein anderes Gebäude für die Nutzung als Förderschule herzurichten.

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Das sagt die Politik: Der Landkreis soll ein Raumkonzept auf mindestens mittlere Sicht aufstellen und mit dem Bedarf der Samtgemeinde abstimmen. Ein gewisser Bestandsschutz müsse der Grundschule zugesichert werden. Der Förderschule wird großer Respekt gezollt, da sie so gute Arbeit leiste, dass Familien sogar nach Schaumburg ziehen, um sie dort unterrichten zu lassen. Den Büchereiumzug befürwortete der Ausschuss, beim Musikraum herrschte Skepsis.

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